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Nach den verheerenden Busch- und Waldbränden auf der Insel Maui ist die Zahl der Todesopfer auf 53 angestiegen. Dies gab der Bezirk Maui im US-Bundesstaat Hawaii am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) bekannt. Am Mittwochabend hatten die Behörden zunächst von 36 Toten gesprochen. Die 17 weiteren Opfer seien am Donnerstag gefunden geworden. Die Lösch- und Rettungsarbeiten dauerten an.
Der Gouverneur von Hawaii, Josh Green, sagte dem US-Sender CNN, dass möglicherweise bis zu 1700 Gebäude in dem Küstenort Lahaina abgebrannt sind. Der Sachschaden gehe in die Milliarden.
Auf der Insel Maui und der Nachbarinsel Hawaii waren am Dienstag mehrere Feuer ausgebrochen. Am stärksten betroffenen ist Lahaina im Nordwesten Mauis. Die schnell ums sich greifenden Flammen zerstörten dort den größten Teil des Ortes. Nach Mitteilung des Bezirks Maui konnte das Feuer in Lahaina bis Donnerstagnachmittag zu 80 Prozent unter Kontrolle gebracht werden. Für die beiden Bezirke Maui und Hawaii wurde der Notstand ausgerufen.
Menschen retten sich ins Meer
Augenzeugen beschrieben apokalyptische Szenen in Lahaina, gewöhnlich ein malerisches Touristenziel. Auf der Flucht vor schnell um sich greifenden Flammen seien Menschen ins Meer gesprungen. Die Küstenwache teilte später laut CNN mit, dass mehr als ein Dutzend aus dem Wasser gerettet wurden.

Dieser Screenshot zeigt die Rauchentwicklung über Maui
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Bild: Reuters
In dem historischen Ort seien weite Teile zerstört worden, auch der Hafen und Umgebung hätten Schaden erlitten, schrieb der Bezirk Maui in einer Mitteilung vom Mittwoch. Mehr als 271 Gebäude seien von den Flammen erfasst worden. „Wir haben kein Lahaina mehr, es ist weg“, zitierte der US-Sender CNN einen Einwohner.
Mitverantwortlich für die rasch um sich greifenden Brände sei der Hurrikan Dora, der südlich der Inseln des US-Bundesstaats vorbeiziehe, so die Behörden. US-Präsident Joe Biden rief den Katastrophenfall aus. Biden gab damit Hilfen des Bundes für die betroffenen Gebiete auf der US-Inselgruppe im Pazifik frei, wie das Weiße Haus am Donnerstag mitteilte. Das Geld soll unter anderem Menschen zugute kommen, deren Häuser von den Flammen zerstört oder beschädigt wurden.
Hawaiis Gouverneur Josh Green sprach von einer „schrecklichen Katastrophe“. Von Reisen nach Maui wurde abgeraten. „Dies ist kein sicherer Ort“, warnte die stellvertretende Gouverneurin Sylvia Luke. Per Notfall-Erklärung wollten sie Touristen fernhalten.
Der Bezirk Maui rief am Mittwoch Reisende auf, die Insel so schnell wie möglich zu verlassen. Es gebe freie Sitze auf Flügen vom Flughafen Kahului im Osten der Insel. Reisende müssten aber zuvor die Fluggesellschaften anrufen und reservieren. In West Maui gebe es allerdings weiter keinen Strom und auch keine Mobilfunk- oder Festnetzverbindungen.
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