Nach All3Media: Banijay will Lionsgate Studios

Nach All3Media: Banijay will Lionsgate Studios

Der französische Medienkonzern Banijay könnte schon den nächsten Milliarden-Deal vorbereiten.

Nur wenige Monate nach der Integration von All3Media könnte Banijay den nächsten großen Zukauf ins Visier nehmen. Wie „Reuters“ und „Variety“ berichten, prüft der französische Produktions- und Medienkonzern gemeinsam mit Konkurrenten Mediawan eine mögliche Übernahme von Lionsgate Studios. Das US-Unternehmen besitzt unter anderem die erfolgreichen Filmreihen «Die Tribute von Panem» («The Hunger Games»), «John Wick» und «Twilight».

Dem Bericht zufolge hat Lionsgate Studios eine Investmentbank beauftragt, eingegangene Kaufinteressen zu prüfen. Ob es tatsächlich zu einer Transaktion kommt, ist derzeit allerdings offen. Der Börsenwert des Studios liegt aktuell bei rund 3,8 Milliarden US-Dollar. Als Hürde gilt vor allem die hohe Bewertung des Unternehmens. „Reuters“ zufolge wurden frühere Interessenten durch die Preisvorstellungen der Anteilseigner abgeschreckt.

Für Banijay wäre die Übernahme ein strategisch bedeutender Schritt. Das Unternehmen zählt mit Formaten wie «Big Brother», «Survivor» oder «MasterChef» zu den weltweit größten Produzenten im Non-Fiction-Bereich. Durch Lionsgate würde Banijay erstmals in großem Umfang Zugriff auf ein umfangreiches Portfolio an Film- und Serienrechten sowie ein etabliertes Hollywood-Studio erhalten. Laut „Reuters“ könnte ein offizielles Angebot allerdings erst nach Abschluss der Integration von All3Media erfolgen.

Auch Mediawan soll sich intensiv mit Lionsgate beschäftigen. Der französische Medienkonzern hat in den vergangenen Jahren sein internationales Geschäft kontinuierlich ausgebaut und unter anderem Produktionsfirmen wie Plan B Entertainment, See-Saw Films sowie zuletzt North Road übernommen. Lionsgate würde diese Strategie um bekannte Kinomarken und einen umfangreichen Filmkatalog ergänzen. Nicht an den Gesprächen beteiligt ist nach Informationen von „Variety“ der französische Medienkonzern Bolloré beziehungsweise dessen Tochter Canal+, obwohl das Unternehmen zuletzt ebenfalls als möglicher Interessent gehandelt worden war.


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