Nasse Wildnis – wissenschaft.de | Bild der Wissenschaft

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Buchcover mit buntem, abstraktem Muster, Titel Torfmoos ist unscheinbar, doch es gilt als König des Hochmoors. Es wächst und vergeht. Oder eben nicht, denn gerade dadurch, dass es nicht verrottet, sondern im konservierenden Nass des Moores an der Spitze immer weiter sprießt, wird es dort zur beherrschenden Pflanze. Fast 20 Meter dicke Schichten hat es in rund 20.000 Jahren aufgebaut. Und dieses Buch ist ein Ausflug in eine Welt, die in Deutschland ähnlich prägend für die Landschaft war wie die Wälder. Doch die großen Moore und Sümpfe sind weitgehend verschwunden. Trockengelegt und der Landwirtschaft, den Straßen und Siedlungen geopfert. Ein paar Relikte gibt es noch, Fragmente, die in die Landschaft eingesprengselt sind. Den
Fotografen – und einer Fotografin –
gelingt es, den Betrachter mit fantastischen Aufnahmen in diese Welt mitzunehmen. Man steht mitten drin, schwebt über den Pfuhlen, blickt Biber, Kreuzotter und Brachvogel in die Augen. Kann sich sattsehen an Moosen, Knabenkraut und Knöterich. Komplett und zu einer echten Quelle des Wissens wird das Buch durch die Texte des Naturjournalisten Martin Rasper. Er schafft einen informativen und unterhaltsamen Kitt, der die verschiedenen Themen des Moores und die Stile der Fotografen verbindet.

Rezension: Peter Laufmann

Niklas Banowski, Ulrike Eisenmann u. a.
Bayerns wilde Moore

Tecklenborg Verlag. 176 S., 34,50 €

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