NDR will sich mit Programmbeschwerde zu „Christen-Bashing“ Zeit lassen

NDR will sich mit Programmbeschwerde zu „Christen-Bashing“ Zeit lassen

Vor ein paar Tagen hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Volkmann beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) eine Programmbeschwerde eingereicht. In dem Schreiben, das der F.A.Z. vorliegt, wirft Volkmann dem Sender vor, in einem Instagram-Beitrag der „Tagesschau“ würden christliche Glaubensbezeugungen von Fußballspielern auf dem Spielfeld pauschal problematisiert. Dies stelle eine Missachtung der religiösen Überzeugungen gläubiger Christen dar. „Es wird der Eindruck erweckt, dass diese Ausdrucksformen unangemessen oder störend seien – ohne jede Einordnung (…)“, heißt es in der Beschwerde.

Der Vorsitzende des NDR-Rundfunkrates meldet sich nun zu Wort

Nun hat sich der Vorsitzende des NDR-Rundfunkrats, Nico Fickinger, dazu gemeldet und bestätigt, dass dem Rundfunkrat die Programmbeschwerde von Volkmann vorliege. „Gemäß Paragraph 7 der Geschäftsordnung des Rundfunkrates des Norddeutschen Rundfunks habe ich die Programmbeschwerde dem Intendanten des NDR mit der Bitte um Äußerung binnen eines Monats gegenüber Herrn Volkmann zugeleitet“, heißt es in der Antwort an die F.A.Z. Herr Volkmann habe das Recht, sich abermals an den Rundfunkrat zu wenden, wenn er seine Eingabe durch die zu erwartende Stellungnahme des Intendanten nicht als erledigt ansehe, so Fickinger weiter.

Der Vorsitzende des NDR-Rundfunkrates, Dr. Nico Fickinger, bittet um Verständnis
Der Vorsitzende des NDR-Rundfunkrates, Dr. Nico Fickinger, bittet um VerständnisPicture Alliance

Zunächst werde sich ein Ausschuss des Rundfunkrats mit der Programmbeschwerde befassen. Anschließend werde der Rundfunkrat in einer öffentlichen Sitzung endgültig über die Programmbeschwerde entscheiden. Diesen Beratungen und Beschlüssen, schreibt Nico Fickinger, wolle er „nicht durch eine Stellungnahme gegenüber den Medien vorgreifen“. Man könne jedoch den Livestream der Sitzung des Rundfunkrats mit dem neu gewählten NDR-Intendanten, Hendrik Lünenborg, am Sitzungstag (27. Juni) verfolgen.

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