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Netflix hat der ambitionierten Comicverfilmung „The Sandman“ den Stecker gezogen und die Fantasy-Serie abgesetzt. Grund könnten schwere Anschuldigungen sein.
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Mit ausgezeichneten Kritiken (88 %) und einer Publikumsbewertung von 81 % auf Rotten Tomatoes gehört „The Sandman“ zu den beliebtesten Netflix-Serien der vergangenen Jahre. Die 2022 veröffentlichte erste Staffel der Fantasy-Horrorserie, basierend auf Neil Gaimans gleichnamiger Graphic Novel, erzielte zudem ausgezeichnete Streamingzahlen.
Nun das nicht ganz unerwartete Ende: Wie Variety berichtet, hat Netflix das Aus für die Serie nach der bereits produzierten Staffel 2 verkündet, die noch dieses Jahr starten wird. Als Grund nannte Showrunner Allan Heinberg schlicht einen Mangel an Material:
„Die Serie ‚The Sandman‘ hat sich stets ausschließlich auf die Geschichte von Dream/[Morpheus] konzentriert. Als wir uns 2022 das verbleibende Dream-Material aus den Comics angesehen haben, wusste wir, dass wir nur noch genug Geschichten für eine weitere Staffel hatten. Wir sind Netflix sehr dankbar dafür, dass sie das Team wieder zusammengebracht und uns die Zeit und die Ressourcen zur Verfügung gestellt haben, eine originalgetreue Adaption zu produzieren, von der wir hoffen, dass sie sowohl die treuen Fans der Comics als auch die Fans unserer Serie überraschen und begeistern wird.“
Mit einem hohen Budget von 165 Millionen US-Dollar befand sich selbst eine Erneuerung um eine zweite Staffel lange in der Schwebe. Erst Monate nach dem Start von „The Sandman“ erteilte der Streamingdienst grünes Licht für weitere Folgen. Auch wenn „The Sandman“ nun also abgesetzt wurde, gibt es auf Netflix ausreichend Streamingfutter für ausgehungerte Fans. Was euch 2025 alles erwartet, verraten wir im Video:
Netflix verschweigt die schweren Vorwürfe gegen Schöpfer Neil Gaiman
Weder Netflix noch Showrunner Allan Heinberg haben im Zusammenhang mit der Meldung zum Aus für „The Sandman“ Stellung zu den schweren Vorwürfen gegenüber Schöpfer Neil Gaiman bezogen. Stattdessen wurde also eine ziemlich fadenscheinige Begründung vorangestellt, weswegen man die Produktion nach Staffel 2 einstellen wird, obwohl diese potenziell großartige Streamingzahlen erzielen könnte. Und: Wenn ein Studio oder ein Streamingdienst will, dann lässt sich selbst aus einem Vorwort eine ganze Staffel stricken. Für ein börsennotiertes Unternehmen ist das eine unverständliche Entwicklung, aus unternehmerischer Sicht allerdings wieder nachvollziehbar: Das Gros des Publikums weiß nicht um die Vorwürfe sexuellen Missbrauchs gegenüber Gaiman. Schlafende Hunde soll man nicht wecken, heißt es.
Erstmals bekannt wurden die schweren Vorwürfe im Sommer 2024, als fünf Frauen im Podcast „The Master: The Allegations Against Neil Gaiman“ von den angeblich teils gewalttätigen sexuellen Übergriffen berichteten. Im Januar dieses Jahres wurden zudem neue Missbrauchsvorwürfe durch vier weitere Frauen im New York Magazine erhoben (via Vulture). Daraufhin kündigte der Verlag Dark Horse Comics die Zusammenarbeit mit Gaiman auf. Bereits Ende vergangenen Jahres ließ Amazon wissen, dass die dritte Staffel der auf Gaiman und Terry Pratchetts Roman beruhenden Serie „Good Omens“ die letzte sein und dass es sich dabei um eine einzige Episode mit 90 Minuten Laufzeit handeln werde.
Anklagen vor Gericht wurden bislang zwar keine erhoben, der Comic-Autor hat sich allerdings in einem langen Beitrag zu den Vorwürfen geäußert. Er habe die Entwicklungen der vergangenen Monate „mit Schrecken und Entsetzen“ beobachtet und sich nun dazu entschlossen, sich zu den schweren Anschuldigungen zu äußern:
„Einige der schrecklichen Geschichten, die jetzt erzählt werden, haben sich einfach nie ereignet, während andere so verzerrt wurden, dass sie nichts mehr mit der Wahrheit zu tun haben. Ich bin bereit, Verantwortung für etwaige Fehltritte zu übernehmen. Ich bin nicht bereit, der Wahrheit den Rücken zu kehren; und ich kann nicht akzeptieren, dass man mich als jemanden darstellt, der ich nicht bin; und ich kann und will nicht zugeben, dass ich Dinge getan habe, die ich nicht getan habe.“
Gaiman, Vater von vier Kindern, hat mit seiner Antwort jedoch bestätigt, Kontakt zu Frauen gehabt zu haben, die auch sexueller Natur waren. Eventuell waren diese Ereignisse mitverantwortlich für die Scheidung von seiner Frau Amanda in 2022. Mittlerweile soll sich der Autor die Hilfe eines Krisenmanagers geholt haben. Und jetzt auf zu einem lustigen Fantasy-Quiz:
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