Neue Ideen für mehr Tagesgäste im Rheingau

Neue Ideen für mehr Tagesgäste im Rheingau

Mehr als eine Milliarde Euro haben Tages- und Übernachtungsgäste in Wiesbaden, dem Rheingau-Taunus-Kreis und Hochheim im vergangenen Jahr ausgegeben. Der Tourismus trägt zum Wohlstand im Bezirk der Indus­trie- und Handelskammer Wiesbaden bei. Dabei profitiert die Branche davon, dass sowohl die hessische Landeshauptstadt als auch der Rheingau begehrte Ausflugsziele sind.

Gleichwohl ist der Städtetourismus ein hart umkämpftes Feld, und auch wenn Wiesbaden laut dem Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr einen Übernachtungsrekord verzeichnet, lassen die Ergebnisse dieser Studie Handlungsbedarf erkennen. Es kamen erheblich weniger Tagesgäste in die Stadt. Im Rheingau sind die Übernachtungen sogar gesunken.

Mehr als ein Drittel der befragten Menschen hat zudem angegeben, künftig entweder weniger Geld für Tagesausflüge ausgeben zu wollen oder diese gleich ganz zu reduzieren. Nun sind die erhobenen Zahlen teilweise unscharf, weil auch Menschen aus Nachbarstädten, die in Wiesbaden eine Jeans kaufen, als Tagesgäste gezählt werden. Der Trend jedoch ist klar: Die Menschen haben weniger Geld zur Verfügung, und jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden.

Vor diesem Hintergrund hat der Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, Sandro Zehner (CDU), einen bemerkenswerten Vorschlag gemacht. Zehner möchte neue und solvente Zielgruppen erschließen. Dabei hat er die vielen ausländischen Mitarbeiter im Blick, die bei internationalen Unternehmen, etwa in Frankfurt, beschäftigt sind. Ihnen und ihren Familien könnten Ausflugspakete in den Rheingau angeboten werden.

Rundreisen mit Stationen in Kloster Eberbach und weiteren Sehnsuchtsorten schweben ihm vor. Die Idee könnte ausgebaut werden: Auch in Düsseldorf und Köln sind viele ausländische Arbeitnehmer, etwa aus dem asiatischen Raum, in großen Konzernen beschäftigt. Für einen Tagesausflug wäre die Anreise aber ein wenig lang. Gut, dass es hervorragende Hotels in Wiesbaden und dem Rheingau gibt.

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