#Neues 1&1-Handynetz: Aus noch vor dem Start?

„Neues 1&1-Handynetz: Aus noch vor dem Start?“

Der Start des neuen Handynetzes von 1&1 zieht sich länger hin, als erwartet. Eigentlich wollte der Anbieter schon längst am Markt sein, doch es gibt Probleme. Jetzt machen gar Gerüchte zum Aus die Runde. Was steckt dahinter?

1&1 Logo auf Fahne
1&1 Logo auf FahneBildquelle: 1&1

Klar ist und war stets eins: Der Aufbau eines neuen, vierten Mobilfunknetzes in Deutschland wird alles, aber weder günstig noch einfach. Doch was vielen in der Branche auch klar war: Wenn ein Unternehmen die besten Voraussetzungen dafür hat, dann ist das der 1&1-Konzern mit der Muttergesellschaft United Internet. Vieles, was es zum Aufbau eines eigenen Handynetzes braucht, hat der Konzern bereits: Kunden in Millionenhöhe, ein eigenes großes Glasfasernetz, Rechenzentren und inzwischen auch die notwendigen Frequenzen und Lizenzen. Doch jetzt machen Gerüchte die Runde, dass 1&1 doch nicht starten könnte. Diese Gerüchte kommen nicht von irgendwem, sondern von der für gewöhnlich gut informierten Wirtschaftswoche.

1&1-Netz vor Verkauf? 1&1 dementiert

Demnach, so ist in dem Blatt zu lesen, beschäftigen sich aktuell zwei große Unternehmensberatungen mit Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft. Auch der Verkauf von 1&1 soll dabei eine Rolle spielne, heißt es. Doch bei 1&1 will man davon nichts wissen. Auf Anfrage unserer Redaktion zu den Gerüchten in dem Artikel der Wirtschaftswoche hieß es kurz, knapp und unmissverständlich: „Das Verkaufsgerücht von 1&1 dementieren wir klar – dazu gibt es keine Pläne.“

Die Wirtschaftswoche hat als möglichen Käufer Telefónica ins Spiel gebracht. Telefónica ist seit Jahren Netzpartner von 1&1 und wird auch beim neuen Netz im Rahmen eines National Roamings eine bedeutende Rolle spielen. Auf WiWo-Anfrage hieß es dort aber nur, man kommentiere keine Marktgerüchte.

Probleme für 1&1: Flächenfrequenzen und Verzögerungen

Was brächte ein Verkauf? Dem Bericht nach wäre es möglich, die für 1,1 Milliarden Euro ersteigerten Frequenzen zu verkaufen – allerdings unterliege das der Genehmigungspflicht. Auch eine Rückgabe der Frequenzen, an die Ausbauauflagen gekoppelt sind, sei denkbar. Das Geld behält aber der Staat – keine wirklich attraktive Lösung. 1&1 hatte einen 50-MHz-Block im 3,6 GHz-Band ersteigert und kann zusätzlich ab 2026 2 x 10 MHz im Bereich um 2,6 Ghz nutzen. Mit beiden Frequenzbereichen ist eine flächendeckende Versorgung undenkbar. Niedrigere Frequenzen sind vollständig in der Hand von Telekom, Vodafone und O2. Wie es hier mit der bald anstehenden Neuvergabe aussieht, ist offen. Für vier Anbieter ist nach Brancheneinschätzungen zu wenig Spektrum verfügbar. Eine Sackgasse für mindestens einen Anbieter – gepaart mit einer möglicherweise teuren Versteigerung für die anderen drei.

Ein Mobilfunknetz im eigentlichen Sinne kann 1&1 auch noch nicht verkaufen. Von den eigentlich bis Ende 2022 geforderten 1.000 Standorten sind längst noch nicht alle fertig. Der Anbieter musste unlängst Verzögerungen einräumen. Wie der Regulierer auf den anstehenden Verstoß der Auflagen reagiert, ist noch offen. Zumindest hatte die Bundesnetzagentur aber zuletzt schon deutlich gemacht, dass 1&1 demnächst sein Geschäft als Mobilfunkprovider einstellen muss. Denn Provider in anderen Netzen und Netzbetreiber eines eigenen Netzes geht nach Ansicht der Aufsichtsbehörde nicht.

Einen Schritt in Richtung Netzbetreiber hat 1&1 vor wenigen Tagen vermeldet. Durch einen Vertrag mit Orange kann man nach eigenen Angaben sicherstellen, dass überall dort, wo Orange Roaming-Verträge im Ausland hat, auch ein 1&1-Kunde sein Handy nutzen können wird. Wenn das 1&1-Handynetz startet.

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  • 161 DSL 12 Monate kostenlos: 1&1
  • 1&1 Logo auf Fahne: 1&1

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