
„Wir hatten schon immer große Sportler. Aber keiner hatte eine solche Bedeutung wie er“: Zoran Petkovic über Novak Djokovic (im Bild)
Bild: Reuters
Tennis-Trainer Zoran Petkovic spricht über den Kampf von Novak Djokovic gegen den Rest der Tenniswelt, seine Bedeutung für Serben – und wie er Nachteile gegenüber Nadal und Federer in Vorteile verwandelt.
Zoran Petkovic ist im bosnischen Tuzla im damaligen Jugoslawien als Sohn serbischer Eltern aufgewachsen. Mit elf war er bosnischer, mit zwölf jugoslawischer Schülermeister im Tennis. Mit 16 debütierte er im jugoslawischen Davis-Cup-Team. Mit achtzehn ging er mit einem Stipendium in die Vereinigten Staaten, studierte Marketing und kam auf Umwegen nach Deutschland und zum TEC Darmstadt, wo er seit mehr als 30 Jahren als Cheftrainer arbeitet. Petkovic ist verheiratet und hat zwei Töchter: Andrea und Anja. Andrea hat im vergangenen Jahr ihre Profikarriere beendet. Ihre höchste Platzierung auf der Weltrangliste erreichte sie 2011 mit Platz neun.
Herr Petkovic, kein Weltklassesportler polarisiert so sehr wie Ihr Landsmann Novak Djokovic. In Serbien ist er ein Nationalheld, in der Tennisgeschichte seit seinem Sieg bei den French Open der Spieler mit den meisten Siegen bei Grand-Slam-Turnieren, 23 an der Zahl. In der öffentlichen Wahrnehmung außerhalb Serbiens ist er umstritten, wird kritisiert als Impfgegner, Esoteriker, Nationalist. Welche Art von Mensch ist er?
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