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Wer in diesen Tagen mit dem Auto zur Tankstelle fährt, erlebt sein blaues Wunder: Spritpreise jenseits der 2-Euro-Marke pro Liter sind besonders für Diesel-Fahrer aufgrund des Iran-Kriegs zur Normalität geworden. Der immer weiter steigende Ölpreis ist ursächlich für die explodierenden Preise an den Tankstellen. Freuen dürfen sich hingegen Fahrer eines E-Autos. Denn sie fahren derzeit nicht nur umweltfreundlich, sondern bleiben auch vergleichsweise günstig mobil. Allerdings sorgen die steigenden Benzin- und Dieselpreise dafür, dass die Inflation kräftig in die Höhe schnellt. Und das spüren dann auch Fahrer eines Elektroautos.
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Hoher Ölpreis treibt Kosten in die Höhe
Doch die Folgen des Iran-Kriegs gehen für Verbraucher in Deutschland und auf der ganzen Welt noch viel weiter. Denn der steigende Ölpreis sorgt auch dafür, dass die Preise an ganz anderen Stellen kräftig zulegen dürften. Steigende Transportkosten werden zum Beispiel auf Waren aller Art umgelegt. Und auch bei Post- und Paketdiensten könnte es passieren, dass wir bald einen Zuschlag zahlen müssen, weil die Dieselpreise aus dem Ruder laufen. Hinzu kommt: Plastik und Verpackungen werden ebenso wie Reifen teurer, weil für die Produktion indirekt Öl benötigt wird. Gleiches gilt für Kleidung, wenn (nicht recyceltes) Polyester bei der Verarbeitung zum Einsatz kommt.
Ferner sollten wir uns darauf einstellen, dass auch die Preise für Lebensmittel weiter steigen. Denn nicht nur auf dem Transportweg legen die Kosten zu. Schon auf dem Feld ist mit höheren Ausgaben für die Landwirte zu rechnen:
- teurerer Treibstoff für Traktoren
- hochpreisigerer Dünger aufgrund einer energieintensiven Düngemittelproduktion
- steigende Futtermittelpreise
Höhere Kosten sorgen für Lohndruck
All das treibt die Kosten und damit die Inflation in die Höhe. Und nur selten werden einmal gestiegene Preise bei gegebenenfalls wieder sinkenden Kosten rückgängig gemacht. Heißt: Der deutlich höhere Ölpreis führt auf unzähligen Ebenen dazu, dass es für Verbraucher unmittelbare Konsequenzen durch steigende Preise gibt.
Weil die Löhne in der Regel aber nicht in gleichem Maße wie die Inflation steigen, ist ein Reallohnverlust fast schon unvermeidlich. Das wiederum könnte zu neuen Streikwellen führen, in deren Folge die Preise für kommunale Kosten neue Preissprünge machen dürften.
Auch das Fliegen wird (natürlich) teurer
Und über das Thema Urlaub haben wir in diesem Zusammenhang noch gar nicht gesprochen. Denn nicht nur mit dem Auto wird das Verreisen bei einem höheren Ölpreis teurer. Auch die Kosten für Bus- oder Schiffsreisen steigen. Und natürlich wird auch das Fliegen teurer! Noch verzichten große Airlines wie Lufthansa, Swiss oder Austrian Airlines darauf, Treibstoffzuschläge auf die Ticketpreise aufzuschlagen. Doch die Vergangenheit lehrt uns, dass derartige Zusatzkosten schneller kommen könnten, als uns lieb ist. Im Vorteil wären dann all diejenigen, die ihren Oster-, Sommer- oder Herbsturlaub bereits gebucht haben.
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Wie stark der Ölpreis in der jüngeren Vergangenheit gestiegen ist, zeigt übrigens ein Blick auf Ende Februar. Vor wenigen Wochen notierte er noch bei etwa 70 Dollar pro Barrel. Wir erleben aktuell also ein Plus von mehr als 50 Prozent. Dass es so steil bergauf geht, liegt unter anderem an der Straße von Hormus. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman wird seit dem Start der amerikanisch-israelischen Angriffe kaum noch von Schiffen passiert. Der Iran droht damit, alle Schiffe zu attackieren, die die Passage zu passieren versuchen. Ein Druckmittel auf die Weltwirtschaft. Viele Reedereien lassen ihre Öltanker deswegen derzeit vor der Küste des Oman ankern – in der Hoffnung, dass sich die Lage in Nahost zeitnah wieder entspannt.
Bildquellen
- Flugbetrieb eingeschränkt: Eilmeldung betrifft 13 (Urlaubs-)Länder: ShutterDesigner / shutterstock.com
- Ölpreis-Schock: Jetzt drohen drastische Konsequenzen: ShutterStock.com / Shutterstock.AI Generator
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