OpenAI stampft seinen ChatGPT-Browser Atlas wieder ein

OpenAI stampft seinen ChatGPT-Browser Atlas wieder ein

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OpenAI stampft seinen ChatGPT-Browser Atlas wieder ein

OpenAI beendet sein Browser-Experiment nach kurzer Zeit. Der rund um ChatGPT gebaute „Atlas“ quittiert am 26. August seinen Dienst. Stattdessen integriert sich ChatGPT als Erweiterung künftig in Google Chrome (und damit auch in Microsoft Edge, da die Erweiterungen kompatibel sind).

Im Herbst hatte OpenAI Atlas offiziell vorgestellt. Im Zuge des Erfolgs von ChatGPT glaubte man offenbar, im Browser-Wettstreit mitmischen zu können. Die technische Basis bildete Chromium. Durch die tiefe Integration von ChatGPT sollte eine Art agentischer Browser entstehen, der tägliche Routinen übernimmt.

Im Rahmen der Ankündigung von GPT-5.6 und ChatGPT Work folgt jetzt allerdings das frühe Aus. Stattdessen holt man die Nutzer in den Browsern ab, die sie ohnehin bereits nutzen.

Zu jedem guten Hype gehören Ideen, die sich nicht durchsetzen. Ein rund um einen KI-Agenten gebauter Browser gehört dazu. Als Insel- oder Einzellösung wird sich kein KI-Assistent auf Dauer behaupten. Wir erleben stattdessen, wie sich Microsoft 365 Copilot und Co. in die bereits vorher vorhandenen Ökosysteme eingraben. Das ist auch der Grund, warum ich für Microsoft trotz der verschwindend geringen Marktanteile von Copilot gar nicht so schwarz sehe.

OpenAI dagegen muss sich ein solches Ökosystem erst aufbauen. Das kann gelingen, die Frage ist nur, ob sie es auch rechtzeitig schaffen, Gewinne zu erzielen und somit dauerhaft zu überleben.

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!

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