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Nach der stärkeren Abwendung von Microsoft hin zur Infrastruktur von AWS arbeitet OpenAI offiziell an einer Neuausrichtung seines Geschäftsmodells und gab nun weitere Details zur neuen Super-App bekannt, an der man bekanntlich arbeitet und wo neben ChatGPT auch der bisherige Browser Atlas integriert wird. Ein verstärkter Fokus auf Geschäftskunden wird dabei mit der erwarteten künstlichen Superintelligenz kombiniert.
Darüber berichtet die Financial Times (Paywall, via Golem) in einem aktuellen Artikel. Vor allem das Entwicklerwerkzeug Codex, welches das mittlerweile schwächelnde ChatGPT ein Stück weit ausgleichen und eine relativ hohe Zahl von zahlenden Kunden vorweisen kann, soll stärker ins Zentrum rücken. Entsprechend soll Codex auch noch mehr Entwicklerressourcen im Unternehmen erhalten. Aber auch ChatGPT selbst soll in zwei Schritten einer weitreichenden Überarbeitung unterzogen werden.
Zunächst soll die Benutzeroberfläche auf Basis bestehender Konzepte überarbeitet werden. In dieser ersten Phase will man neue Prompts und Funktionen einführen, die die Nutzer zu bestimmten Funktionen wie der Bildgenerierung oder Programmierung oder zu Integrationen von Partnern wie Canva oder Booking.com führen sollen.
Spätestens wenn die künstliche Superintelligenz erreicht sein wird, will man allerdings auf Prompts verzichten. ChatGPT soll mittelfristig zum zentralen und einzige KI-Agenten werden, mit dem ein Nutzer über unterschiedliche Formfaktoren vom Desktop-PC über Mobilgeräte bis zum Auto interagiert. Absichten sollen beim Aufruf von Webseiten und ähnlichem direkt erkannt werden, Chats dagegen ebenso überflüssig werden wie die Verwendung unterschiedlicher Marken von Diensten.
OpenAI befindet sich weiterhin in einem Transformationsprozess. Neben laufenden Gerichtsverfahren wurde die Zusammenarbeitung mit der US-Regierung über eine Kooperation mit dem US-Militär und einer möglichen Staatsbeteiligung zuletzt deutlich enger. Ähnlich wie SpaceX und Anthropic strebt man zudem einen baldigen Börsengang an.
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Über den Autor

Kevin Kozuszek
Seit 1999 bin ich Microsoft eng verbunden und habe in diesem Ökosystem meine digitale Heimat gefunden. Bei Dr. Windows halte ich euch seit November 2016 über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden, die Microsoft bei seinen Open Source-Projekten und Microsoft Edge zu berichten hat. Beiträge über Mozilla, Europas Digitalwirtschaft und inklusive Informatik runden meinen Bereich ab.
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