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In Deutschland verzeichnet PayPal nach eigenen Angaben stolze 35 Millionen aktive Kunden. Der US-amerikanische Bezahldienst erfreut sich großer Beliebtheit. Doch das bringt den Nutzern nicht nur Vorteile in Form von schnellen und einfachen Transaktionen. Sondern kann ihnen auch finanziell schaden. Schließlich sind bei einer solch großen Zielgruppe auch Cyberkriminelle nicht weit.
PayPal und die Porno-Masche
Derzeit geißelt eine neue Masche die Nutzer von PayPal. So berichtet das Portal Watchlist Internet von einer E-Mail mit dem Betreff „Die Zahlung ist erfolgreich verarbeitet worden. 9804667/36448/5YCU5RY“. Diese wurde angeblich von PayPal verschickt und behandelt eine „unautorisierte Transaktion“. Demnach habe der Empfänger ein dreimonatiges Abonnement für „Xvideos“ abgeschlossen, einen Anbieter von Erwachseneninhalten.
Auf den ersten Blick erinnert die E-Mail an eine klassische Phishing-Masche, doch sowohl die Psychologie als auch die Vorgehensweise unterscheiden sich. Zunächst einmal nutzen die Täter Stress, um die Empfänger in eine Falle zu locken, weil das Thema Pornografie für viele nach wie vor ziemlich heikel ist. Ferner sollen potenzielle Opfer nicht etwa auf einen Link klicken, sondern anrufen. Nur so könne man die Bestellung im Wert von 249,66 Euro stornieren.
Am anderen Ende der Leitung sitzt einer der Täter und mimt den PayPal-Servicemitarbeiter. Sein Ziel ist es, dem Opfer die Zugangsdaten zu ihrem Onlinebanking zu entlocken. Auch fordern die Betrüger arglose Anrufer auf, generierte Freigabecodes weiterzugeben. Auf diese Weise umgehen die Cyberkriminellen die ansonsten ziemlich sichere Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) – und schon wird die Überweisung ausgeführt.

Eindeutige Warnhinweise
Wer eine verdächtige E-Mail erhält, sollte zunächst auf die Absender-Adresse schauen. Diese lässt sich zwar mithilfe des sogenannten E-Mail-Spoofing manipulieren, doch das kommt nur selten vor. Auch die Telefonnummer sollte man im Internet prüfen, bevor man diese anwählt. Oder noch besser: Man sucht sich online die offizielle Hotline-Nummer heraus und nutzt diese.
Ansonsten gibt es noch weitere Hinweise, wie eine korrekte Rechtschreibung und Grammatik (hier kann der Buchstaben-Trick oftmals schnell Klarheit verschaffen). Und natürlich reicht es meistens aus, sich in seinem PayPal-Konto einzuloggen, um den Wahrheitsgehalt der angeblichen Abbuchung zu überprüfen.
Wer bereits auf die Betrugsmasche hereingefallen ist, sollte seine Bank und PayPal schnellstmöglich kontaktieren sowie eine Anzeige bei der Polizei erstatten.
Bildquellen
- Betrügerische E-Mail mit angeblichem Xvideos-Abo: Watchlist Internet
- An der Kasse: Ab sofort gibt es neue Kontrollen für Raucher: defotoberg / shutterstock.com
- PayPal-Nutzer ratlos: Plötzlich stehen Porno-Abos auf der Rechnung: thetahoeguy / shutterstock.com
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