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Im Juni will Microsoft im Rahmen seiner Qualitätsoffensive bei Windows 11 die nächste Stufe zünden. Die Performance soll sich insbesondere auf schwachbrüstigen Geräten erheblich verbessern. Zudem stehen mehrere neue Funktionen vor dem Start, die teils schon seit Monaten in den Insider-Versionen auf ihre Finalisierung warten.
Die geplanten Änderungen sind schon jetzt als optionales Update KB5089573 im Release Preview Kanal des Windows Insider Programms verfügbar. Es handelt sich allerdings wie üblich um einen „graduellen Rollout“. Das wird auch so bleiben, wenn das Update im Juni für die Allgemeinheit erscheint. Bis die nachfolgenden Neuerungen in der Praxis sichtbar sind, kann es dementsprechend noch länger dauern.
Performance-Steigerungen insbesondere auf schwacher Hardware
Der „Low LatencyMode“ für Windows 11 geistert schon seit einiger Zeit durch die einschlägigen Blogs. Dabei setzt Microsoft eine Technik um, die in anderen Betriebssystemen wie macOS, iOS oder Android schon seit langer Zeit Standard ist. Beim Aufruf bestimmter Funktionen und Menüs oder beim Start von Programmen wird der CPU-Takt für einen kurzen Moment auf das Maximum angehoben und der entsprechende Prozess erhält oberste Priorität. Sobald die Aufgabe abgeschlossen ist, wechselt das System zurück auf „normal“.
Das ist kein „Trick“, wie es fälschlicherweise an manchen Stellen bezeichnet wird. Hier haben die Windows-Entwickler in der Vergangenheit schlicht ihre Hausaufgaben nicht erledigt. Das ist eine Standardfunktion eines modernen Betriebssystems, die Windows 11 bislang fehlte.
Neue Funktionen
Das Update bringt zudem eine Vielzahl neuer Funktionen. Wenn ihr die Insider-Versionen aufmerksam verfolgt, dann habt ihr das alles schon einmal gehört, teilweise vor längerer Zeit.
- Shared Audio: Kompatible Hardware vorausgesetzt, kann die Audiowiedergabe via Bluetooth simultan an zwei Geräte gleichzeitig erfolgen.
- Task Manager: Die Auslastung einer vorhandenen NPU wird deutlich besser dargestellt. Beim Betrieb von Windows in einer virtuellen Maschine zeigt die CPU-Auslastung genauere Werte als bisher an.
- Kamera: Es können jetzt mehrere Programme gleichzeitig auf die Kamera zugreifen.
- Barrierefreiheit: Für die Bildschirmlupe gibt es mehrere Verbesserungen. Sie arbeitet jetzt deutlich besser mit Screenreadern zusammen.
- Personalisierung: Die automatische Anpassung der Akzentfarbe an den Bildschirmhintergrund funktioniert präziser.
- Microsoft Store: Die Download-Geschwindigkeit und die Auslastung der verfügbaren Bandbreite wurden optimiert.
Das Changelog führt noch weitere Verbesserungen auf, die sich der Zuverlässigkeit und Performance widmen. Der praktische Beweis steht zwar noch aus, aber es ist inzwischen unverkennbar, dass Microsoft seinen Worten auch Taten folgen lässt und wieder mehr in Windows 11 investiert.
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Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!
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