
Das tänzelnde, näselnde Ausmessen von Begriffen, Peter Sloterdijks Leib-und-Magen-Kunst, traf bei der Phil.Cologne, dem Kölner Philosophiefest, auf den ethischen Topseller der Künstlichen Intelligenz. Paradoxerweise ein alter Hut, wie Sloterdijk wissen lässt, wenn er daran erinnert, dass unter dem Stichwort der Kybernetik, eigentlich: Steuerungskunst, die Vorläufer dessen, was heute unter dem Kürzel KI abgehandelt wird, ein reges Thema auch der Philosophie und des kulturkritischen Apparats gewesen sind. Martin Heidegger hielt die neue Entwicklung für fatal, weil sie einen nächsten Schritt in die totale „Seinsvergessenheit“ zu bedeuten schien, so Sloterdijk: „Alles Denken sollte endgültig durch das Rechnen ersetzt werden. Digitalität bringt den Tod des Denkens – das war seine düstere Prognose.“
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