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#Positivity bei der Bademode

„Positivity bei der Bademode“

Auch das gibt es: Bikinihosentrends. Wer in diesem Sommer nach Bademode für Frauen sucht, sieht immer wieder eine Art von Hose. Sie sitzt hoch, bis über den Bauchnabel, so wie die ebenfalls gerade angesagten High-Rise-Jeans. Man denkt schon beim Anblick dieser Bademode in den Onlinestores: Bitte gleich nach dem Schwimmen ausziehen wegen der Gefahr einer Blasenentzündung.

Jennifer Wiebking

Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Davon abgesehen, hat die Hose natürlich einen großen Vorteil: Der Begriff „Bikinifigur“ verliert ein bisschen seinen Schrecken. Unter dieser Hose ist es eigentlich egal, ob man abends über Monate Planks und Crunches geübt oder beschlossen hat, mit dem Bauchansatz zu leben. Das Konzept dazu, mit dem man sich im Sommer auch unbeschwerter im Straßencafé in Shorts draußen im Schneidersitz niederlassen kann, ohne dabei einen Gedanken an eventuelle Orangenhaut zu verschwenden, nennt sich natürlich „Body Positivity“.

Kurvige Models werden zur Normalität

Nicht nur die hoch sitzenden Badehosen deuten darauf hin, dass sich nun in dieser Abteilung etwas tut. Dass vielleicht doch, und entgegen allen ­Shape­wear­trends, die parallel laufen und jedes bisschen Speck mit Radlerhosen und korsettartigen Oberteilen wegquetschen, die „Bikini Positivity“ im Anmarsch ist. Anfang August verkündete Selena Gomez via Tiktok beim Sonnenbaden, dass sie genug davon habe, ihren Bauch einzuziehen („Echte Bäuche kommen verdammt noch mal zurück“), und beim Bikini-Shopping im Netz begegnen einem schon länger nicht mehr ausschließlich Models mit sogenannten Modelmaßen.

Für die Verbesserung des Mindsets am Strand könnten auch diese Modelle sorgen: Periodenbademode von Sisters Republic oder Ooia. Oder die Bikinis von Nathalie Schweizer, die in ihrem Zürcher Atelier Maßanfertigungen für Frauen nach Brustkrebsoperationen näht. Oder die Still-Bikinis samt Höschen von Boob Design, die auf Kaiserschnitt­narben besonders guttun sollen.

Funktioniert erst für die Wanderung und dann auch für den Sprung in den Bergsee: Bikini aus Shorts und Oberteil des kanadischen Herstellers Lululemon.


Funktioniert erst für die Wanderung und dann auch für den Sprung in den Bergsee: Bikini aus Shorts und Oberteil des kanadischen Herstellers Lululemon.
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Bild: Hersteller

Der Triangel-Bikini mit Slip, an dem man ständig zuppelt, weil ein paar Zentimeter Stoff fehlen, oder den man, warum auch immer, mit Schleifen rechts und links verschließen muss, die nie richtig halten, wirkt dagegen so gestrig wie der Begriff „Bikinifigur“. Solche Modelle sind natürlich nicht verschwunden. Aber dafür gibt es jetzt auch das: einen Bikini von Lululemon, bestehend aus Shorts und Oberteil. Mit gutem Willem ist es ein ganzes Outfit. Man zieht es morgens an, zur Wanderung. Und wenn man am Bergsee angekommen ist, springt man damit einfach ins Wasser. Nur bitte an die Wechselsachen denken wegen der Gefahr einer Blasenentzündung.

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