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Google könnte schon bald gerichtlich dazu gezwungen werden, seinen Browser Chrome zu verkaufen. Die Interessenten stehen Schlange, jetzt hat sich auch das KI-Startup Perplexity als möglicher Käufer in Stellung gebracht.
Die stattliche Summe von 34,5 Milliarden US-Dollar möchte Perplexity auf den Tisch legen, um sich den weltweit führenden Browser einzuverleiben (via Reuters). Das ist insbesondere deshalb interessant, weil der Gesamtwert von Perplexity derzeit bei geschätzten 18 Milliarden Dollar liegt. Woher Perplexity das Geld nehmen möchte, um diese Übernahme zu stemmen, bleibt vorerst unklar.
Möglicherweise handelt es sich einfach nur um einen (weiteren) PR-Gag. Anfang des Jahres hatte sich Perplexity als Interessent für eine Übernahme von TikTok ins Gespräch gebracht. Das Unternehmen weiß, wie man im Gespräch bleibt.
Das Gebot dürfte dennoch zu niedrig sein, der Wert von Google Chrome wird auf bis zu 50 Milliarden US-Dollar geschätzt. Neben Perplexity sollen auch Yahoo, DuckDuckGo und OpenAI an einer Übernahme interessiert sein.
Bis es zu einem möglichen Verkauf kommt, könnten noch Jahre ins Land ziehen. Der Fall dürfte höchstwahrscheinlich vor dem US Supreme Court landen. Bis dann ein höchstrichterliches Urteil vorliegt und rechtskräftig ist, ändert sich erst einmal gar nichts.
Ich sehe eine Abspaltung von Google ohnehin kritisch. Siehe dazu meinen Kommentar: Warum man Chrome nicht von Google abspalten sollte.
Über den Autor

Martin Geuß
Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 17 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!
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