Preisschock bei Laptops und Handys: Stirbt das Einsteigersegment aus?

Preisschock bei Laptops und Handys: Stirbt das Einsteigersegment aus?
Der Markt für PCs und Mobilgeräte gerät aufgrund der explodierenden Speicherpreise immer mehr unter Druck. Das könnte sich auf die Absatzzahlen in den kommenden Jahren auswirken und zu erheblichen Konsequenzen führen.

Die Speicherpreise steigen weiter
Die Speicherpreise steigen weiterBildquelle: Holger Eilhard / nano banana

Künstliche Intelligenz boomt, und die großen Tech-Konzerne überschlagen sich mit Ankündigungen zum Bau der dafür nötigen Rechenzentren. Das zeigt sich auch an anderer Stelle: Insbesondere Arbeits- und Datenspeicher haben sich enorm verteuert, aber auch die Preise für Prozessoren sind von dem Preisanstieg betroffen. Das zeigt sich nicht nur bei den für Server-Farmen bestimmten Chips.

Wer seinem Gaming-PC mit neuen Speicher oder einer besseren Grafikkarte aufrüsten will, muss bereits tief in die Tasche greifen. Und auch bei Smartphones kündigen sich kräftige Preissteigerungen an.

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Wachsendes Interesse an gebrauchten Smartphones

Das hat sich nicht zuletzt bereits bei der Vorstellung der Galaxy-S26-Smartphones gezeigt. Für die Verdoppelung des Datenspeichers verlangt Samsung mittlerweile 200 Euro. Die Analysten von IDC gehen daher davon aus, dass der Preis, der in diesem Jahr durchschnittlich für ein neues Smartphone gezahlt werden muss, um 14 Prozent auf 523 Dollar steigt.

Bei Premiumgeräten fallen die Kostensteigerungen mit Blick auf den Gesamtpreis weniger ins Gewicht als bei günstigen Modellen. Die Experten schätzen daher, dass die Auslieferungen in diesem Jahr insgesamt um 12,9 Prozent zurückgehen. Für das Einsteigersegment könnte diese Entwicklung besondere mit Konsequenzen bedeuten. Die Produktion von Smartphones, die für weniger als 100 Dollar verkauft werden, lohnt sich für die Hersteller kaum noch – trotz einer für Mitte 2027 erwarteten Entspannung. Dabei handelt es sich weltweit um ein Volumen von rund 151 Millionen Geräten. Anbieter, die sich auf diese konzentrieren, könnten vom Markt verschwinden. Das Interesse an Gebraucht- und Refurbished-Smartphones soll dagegen wachsen.

PC-Markt vor dem Umbruch?

Eine ähnliche Entwicklung prognostizieren die Analysten von Gartner auch dem PC-Markt. Nach deren Einschätzung ist der Kostenanteil von Speicher am Gesamtpreis bei PC-Systemen von 16 Prozent im letzten Jahr auf mittlerweile mehr als 23 Prozent gestiegen. Auch hier werden diese Kostensteigerungen aufgrund der insgesamt niedrigen Margen vor allem im unteren Preissegment zu Veränderungen führen. Ähnlich wie bei den Smartphones versuchen auch PC-Hersteller, ihr Angebot in diesem Bereich zu begrenzen, um Kosten zu sparen. Günstige Notebooks und PCs, die für weniger als 500 US-Dollar verkauft werden, könnten daher bis 2028 vollständig vom Markt verschwinden.

Auch darüber hinaus sorgen die enormen Preissteigerungen beim Speicher für Verwerfungen. Künstliche Intelligenz soll auch in die privaten Haushalte einziehen – und das am besten auf einem der vielgepriesenen KI-PCs. Allerdings soll deren Marktanteil bis 2028 nur noch halb so hoch ausfallen wie ursprünglich vermutet.

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