Primetime-Check: Samstag, 1. August 2026

Primetime-Check: Samstag, 1. August 2026

Eine merklich gedrosselte TV-Nutzung der Jüngeren war am gestrigen (Sommer-)Abend zu beobachten. Sogar der WDR zog an vielen privaten Vollprogrammen vorbei.

Aber vorweg: Sehr gute Zuschauerzahlen für das ZDF mit neuem Krimistoff: «Wilsberg – Todsicherer Tipp» generierte starke 27,2 Prozent bei insgesamt 4,54 Millionen – damit lag man weit vor dem Ersten, obwohl man (womöglich auch wärme-bedingt) nicht die fünf Millionen riss. Bei den 14-49-Jährigen konnte die ZDF-Reihe nur durchwachsen performen, hier waren 6,7 Prozent bei einer dazugehörigen Reichweite von 0,17 Millionen drin.

Ein Best-Of lieferte gestern hingegen das Erste. Dort konnte «Verstehen Sie Spaß? – Das Beste aus gestern und heute» aber nur maue 10,5 Prozent (1,62 Millionen Einschaltende) angeln, lag somit ungewohnt weit hinter dem ZDF. Bei den Jüngeren waren überdurchschnittlichere Zahlen zu holen: Solide 9,8 Prozent (0,20 Millionen) sprangen heraus – womit die Schöneberger-Show in dieser Kategorie mit VOX auf Augenhöhe an erster Stelle stand. Von üblichen Leistungen war aber auch das ein Stück entfernt – sonst holt man hier gerne klar zweistellige Anteile.

Ziemlich erfolgreich bei den Menschen bis 49 war wie erwähnt VOX: Die rote Kugel zeigte eine Animations-Wiederholung: «Minions» brachte gute 9,8 Prozent in der Zielgruppe auf, wofür 0,21 Millionen verantwortlich waren. Insgesamt kam man allerdings auf begrenzte 2,8 Prozent durch magere 0,47 Millionen. RTL, wo das frische Bühnenprogramm «Michael Mittermeier live! Flashback – Die Rückkehr der Zukunft» gezeigt wurde, stand sogar dahinter bei den 14-49-Jährigen. Bedacht wurde der Komiker nämlich nur mit 0,17 Millionen und enttäuschenden 7,8 Prozent in der Zielgruppe – damit konnte RTL nicht zufrieden sein. Ausbaufähig die Zahlen bei den Leuten ab drei Jahren mit 5,5 Prozent bei 0,91 Millionen.

ProSieben mit «Darüber staunt die Welt – Die abgefahrensten LOL-Momente Reloaded» stand relational ok da, weil bei der Ausstrahlung akzeptable 7,0 Zielgruppen-Prozent durch 0,15 Millionen im Schnitt herauskamen – ein Ausdruck der gedrosselten TV-Nutzung der Jüngeren am gestrigen (Sommer-)Abend. Am Gesamtmarkt mobilisierte das Ranking lediglich 0,44 Millionen zu begrenzten 2,7 Prozent. Der Bällchensender programmierte den 2019er Science-Fiction-Film «Men in Black: International» . Im gestrigen Umfeld als immerhin mäßig zu wertende 6,8 Prozent (0,14 Millionen) ließen Sat.1 d’accord gehen, wenngleich sich auch hier die Reichweite in argen Grenzen hielt. Insgesamt ließen 0,66 Millionen zu 4,1 Prozent ein noch akzeptables Ergebnis zu, obwohl ebenfalls die Millionen deutlich verpasst wurden.

Vom Anteil noch gut mitspielen konnte in diesem Gefüge RTLZWEI mit «Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?»: Hier langten abermals überschaubare 0,13 Millionen zu soliden 6,2 Prozent, die Anteilsmäßig überdurchschnittlich für die Grünwalder waren. 2,2 Prozent bei 0,37 Millionen gewannen aber am Gesamtmarkt keinen Blumentopf. Übel erschwischte es erneut die orange Eins mit «9-1-1 Notruf L.A.». Denn die Quoten der erste Episode kamen nur auf haarige 2,6 Prozent anhand 0,05 Millionen Jüngere. Die zweite Wiederholung ließ gar noch mehr Federn auf 0,04 Millionen und grausige 1,8 Prozent. Insgesamt zeigte der Tacho maximal 1,6 Prozent (0,26 Millionen).

Abschließung noch Erwähnung finden sollte, dass sich der WDR ab 22.15 Uhr ausnahmsweise noch ins Feld mischte, wo das Event «Kölner Lichter 2026» angesichts 0,82 Millionen Interessierten zu 6,6 Prozent insgesamt sogar klar an vielen privaten Vollprogrammen vorbeizog.

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