Quartalszahlen: Microsoft verdient prächtig und verschleiert die KI-Kosten

Quartalszahlen: Microsoft verdient prächtig und verschleiert die KI-Kosten

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Quartalszahlen: Microsoft verdient prächtig und verschleiert die KI-Kosten

Microsoft hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal des Bilanzjahres 2027 veröffentlicht, das am 1. Juli 2026 begann. Einmal mehr haben die Redmonder Umsatz und Gewinn beträchtlich steigern können.

Insgesamt hat Microsoft im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von 92,3 Milliarden US-Dollar erzielt. Das entspricht einem Zuwachs von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn kletterte um 32 Prozent auf 36,6 Milliarden Dollar.

Es ist der erste Finanzbericht, den Microsoft mit einer neuen Gliederung vorlegt. Im September hatte man angekündigt, aus den bisherigen drei Geschäftsbereichen nur noch zwei zu machen.

Agents and Infra

„Agents and Infra“ nennt Microsoft den neuen Geschäftsbereich, dessen Bezeichnung irrigerweise den Eindruck erweckt, als würde Microsoft den größten Teil seines Umsatzes mit KI erwirtschaften. Das ist selbstverständlich so gewollt und ebenso selbstverständlich vollkommen falsch.

Mit 76,8 Milliarden US-Dollar ist „Agent and Infra“ dann auch für 83 Prozent des gesamten Umsatzes verantwortlich.

Das meiste Geld nimmt Microsoft mit seinen Cloud-Diensten rund um Azure sowie mit Microsoft 365 ein. Die neue Struktur des Finanzberichts erlaubt allerdings praktisch keinen Einblick mehr, woher wieviel Geld kommt. Auch das ist gewollt, und man darf getrost unterstellen, dass Microsoft damit hauptsächlich eine Sache verschleiern möchte: KI kostet viel mehr Geld, als man damit einnimmt. Jeder weiß das, aber man soll das natürlich nicht schwarz auf weiß sehen können.

So erfahren wir lediglich, dass die Umsätze mit Azure um 48 Prozent, die mit Microsoft 365 für Geschäftskunden um 18 Prozent und für Privatkunden um 17 Prozent gestiegen sind.

Devices and Consumer

Der vorherige Bereich „More Personal Computing“ heißt ab jetzt „Devices and Consumer“. Inhaltlich ändert sich hier nichts. Der Umsatz betrug hier 15,5 Milliarden US-Dollar, was einem Minus von drei Prozent entspricht.

Zulegen konnte man in diesem Bereich bei den Werbeeinnahmen aus der Suchmaschine Bing, diese stiegen um 12 Prozent. Der Umsatz mit Windows und Surface geht einmal mehr drastisch zurück. 22 Prozent beträgt hier das Minus, also beinahe ein Viertel.

Ebenfalls rückwärts geht es bei der XBOX-Sparte, deren Einnahmen um zwei Prozent schrumpften. Der große XBOX-Reset hat bislang also nicht die erhoffte Wirkung entfaltet.

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