Quotencheck: Maischberger

Quotencheck: Maischberger

Wirkliche Ausreißer nach oben blieben zwar sporadisch und beschränkten sich im Wesentlichen auf den starken März, gleichzeitig erlaubte man sich aber auch nur wenige Ausfälle.

Mit gleich 33 Ausgaben war «Maischberger» auch im ersten Halbjahr 2026 ein fester Bestandteil des ARD-Spätabends. Zwischen Anfang Januar und Mitte Juni bewegte sich die Polit-Talkshow dabei auf einem insgesamt konstanten Niveau, ohne jedoch eine echte Erfolgsserie oder einen nachhaltigen Negativtrend zu entwickeln. Vielmehr wechselten sich solide bis starke Abende regelmäßig mit etwas schwächeren Ausgaben ab – insbesondere bei den 14- bis 49-Jährigen.

Der Jahresauftakt am Dienstag, den 6. Januar, verlief durchaus ordentlich: 1,77 Millionen Menschen sorgten für mäßig bis passable 11,5 Prozent beim Gesamtpublikum, während sich 0,23 Millionen 14- bis 49-Jährige zu soliden 8,1 Prozent summierten. Zwei Wochen später fiel die Reichweite zwar auf 1,19 Millionen zurück, die Quote hielt sich mit 11,4 Prozent aber auf einem ähnlichen Niveau. Die darauffolgende Mittwochsausgabe steigerte sich beim Gesamtpublikum wieder auf 1,48 Millionen und schöne 14,7 Prozent, während die Jüngeren mit 7,5 Prozent noch etwas verhaltener unterwegs waren.

Ende Januar präsentierte sich «Maischberger» dann in ihrer typischen Form: Die Gesamtreichweiten schwankten zwischen 1,06 und 1,59 Millionen, während sich die Marktanteile meist in einem mäßigen bis vernünftigen Bereich zwischen elf und 13 Prozent bewegten. Bei den Jüngeren blieb die Spannweite zunächst größer. Nach guten 9,1 Prozent am 27. Januar folgte tags darauf ein eher blasser Wert von lediglich 5,8 Prozent, wodurch früh deutlich wurde, dass die Sendung vor allem in der jüngeren Altersklasse keine ganz konstante Entwicklung nehmen würde.

Im Februar stabilisierte sich das Bild wieder. Sowohl am 18. als auch am 25. Februar erreichte die Talkshow mit klar vorzeigbaren 13,2 beziehungsweise 13,0 Prozent beim Gesamtpublikum erfreuliche Resultate. Besonders die zweite Ausgabe überzeugte zusätzlich mit 9,4 Prozent bei den Jüngeren, nachdem bereits tags zuvor recht passable 7,9 Prozent erzielt worden waren.

Der Dienstag, 3. März, markierte den klaren Höhepunkt der gesamten Auswertung. Dank 0,26 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren schnellte der Marktanteil auf hervorragende 13,7 Prozent nach oben – der mit Abstand beste Wert in der jüngeren Altersklasse. Gleichzeitig wurden auch beim Gesamtpublikum gute 14,8 Prozent eingefahren. Zwar folgte bereits tags darauf wieder ein Rückgang auf 7,8 Prozent (Jüngere), doch auch die kommenden Wochen hielten zahlreiche erfreuliche Ergebnisse bereit.

Am 10. März standen erneut sehr gute 10,4 Prozent bei den Jüngeren auf dem Papier, ehe tags darauf 10,8 Prozent erreicht wurden. Auch die Ausgaben vom 16., 18. und 24. März übersprangen mit 10,1, 11,6 und 11,4 Prozent jeweils die Zehn-Prozent-Marke und machten den März mit bis zu 0,24 Millionen zur stärksten Phase des Halbjahres beim jüngeren Publikum.

Zum Ende des Monats trat allerdings wieder etwas Ernüchterung ein. Während die Dienstagsausgabe ihre zweistelligen Marktanteile bei den Jüngeren noch verteidigen konnte, sackte die Sendung am 25. März auf lediglich 7,8 Prozent (0,14 Millionen) in der jüngeren Gruppe sowie genau 1,00 Millionen Gesamtzuschauende ab. Im April setzte sich diese etwas schwächere Tendenz zunächst fort. Besonders die beiden Ausgaben Mitte des Monats blieben mit 6,7 beziehungsweise sogar nur 5,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen deutlich hinter den starken März-Werten zurück. Auch beim Gesamtpublikum wurden mit durchwachsenen 9,6 und mäßigen 11,4 Prozent eher unspektakuläre Größenordnungen erreicht.

Gegen Monatsende gelang allerdings die Gegenbewegung. Am 28. April kehrte «Maischberger» mit 10,8 Prozent (0,21 Millionen) bei den Jüngeren zurück in den zweistelligen Bereich, ehe tags darauf sogar 11,7 Prozent sowie gute 14,0 Prozent (1,51 Millionen) beim Gesamtpublikum verbucht wurden.

Der Mai verlief anschließend wechselhaft. Zwar wurden mit 9,2 Prozent Anfang des Monats und 8,3 Prozent am 20. Mai durchaus respektable Werte bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt, mehrfach bewegte sich die Sendung aber auch nur zwischen 5,7 und 7,0 Prozent. Parallel dazu gaben auch die Gesamtreichweiten etwas nach. Den Tiefpunkt markierte schließlich die spät gestartete Ausgabe vom 20. Mai, die lediglich 0,82 Millionen Zuschauende erreichte und dennoch auf mäßige 11,3 Prozent beim Gesamtpublikum kam – der niedrigste Reichweitenwert der gesamten Betrachtung.

Im Juni stabilisierte sich die Produktion noch einmal. Nach einem ordentlichen Auftakt mit 8,2 Prozent bei den Jüngeren sorgte insbesondere die Ausgabe vom 3. Juni mit 10,0 Prozent (0,23 Millionen) in der jüngeren Altersklasse und 1,43 Millionen Gesamtzuschauenden wieder für Rückenwind. Auch die zusätzlichen Montag- und Mittwochsausgaben behaupteten sich anschließend mit 10,5 beziehungsweise 9,0 Prozent ordentlich, sodass die Staffel ohne größere Ausreißer nach unten auslief.

Unter dem Strich kommt «Maischberger» auf durchschnittlich 1,28 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie noch vernünftige 12,2 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. In der jüngeren Altersklasse wurden im Mittel 0,18 Millionen 14- bis 49-Jährige und ziemlich solide 8,7 Prozent erreicht. Wirkliche Ausreißer nach oben blieben zwar sporadisch und beschränkten sich im Wesentlichen auf den starken März, gleichzeitig erlaubte sich die Sendung aber auch nur wenige echte Totalausfälle.

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