#Rahmen brechen: E-Bikes dürfen nicht mehr verkauft werden

Gefahr in Verzug: Bei zahlreichen Fahrrädern des niederländischen Herstellers Babboe kann es zu einem unvorhergesehenen Rahmenbruch kommen. Schwere Verletzungen können die Folge sein. Jetzt wird behördlich knallhart durchgegriffen.

Cargo Bike in der Seitenansicht.
Der niederländische Hersteller von Lastenrädern, Babboe, muss den Verkauf seiner Fahrräder stoppen.Bildquelle: Joaquin Corbalan P / ShutterStock.com

Der niederländische Hersteller von Lastenrädern, Babboe, gilt in seinem Segment als Marktführer in Europa. Jetzt kämpft das Unternehmen, das auch viele E-Bikes im Angebot hat, mit gewaltigen Problemen. Nachdem auf Anweisung der niederländischen Behörde für die Lebensmittel– und Verbrauchsgütersicherheit (Nederlandse Voedsel- en Warenautoriteit / NVWA) zunächst der Verkauf von bestimmten Lastenrädern im Heimatland gestoppt wurde, ist nun auch der Vertrieb in Deutschland mit sofortiger Wirkung eingestellt. Vorsorglich habe man entschieden, den Verkauf sämtlicher Babboe-Lastenfahrräder vorübergehend einzustellen, heißt es in einer Mitteilung auf der Firmen-Webseite.

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Babboe muss Verkauf von Lastenrädern stoppen

Die NVWA begann nach eigenen Angaben Ende 2023 mit einer Untersuchung, nachdem es Hinweise auf mehrere Rahmenbrüche an Babboe-Lastenrädern gegeben hatte. Dabei kam heraus, dass der Hersteller in den vergangenen Jahren zahlreiche Berichte über defekte Rahmen erhalten hatte. Babboe ging den Berichten dem Vernehmen nach aber nicht mit der gebotenen Sorgfalt nach. Es sei weder eine Untersuchung der Ursachen durchgeführt, noch eine Meldung an die NVWA erstattet worden. Und das, obwohl beides gesetzlich vorgeschrieben sei, kritisiert die Behörde.

Deswegen habe die NVWA den Hersteller von Cargo-Bikes jetzt angewiesen, den Handel mit als besonders gefährlich eingestuften Rädern sofort einzustellen. Die Lastenräder entsprächen nicht den gesetzlichen Vorgaben, weil die Sicherheit nicht ausreichend gewährleistet sei. Erst wenn die Zuverlässigkeit in ausreichendem Maße nachgewiesen sei, auch durch eine vollständige technische Dokumentation, dürfe Babboe den Verkauf seiner Fahrräder wieder aufnehmen.

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Babboe Curve Lastenrad
Unter anderem das Babboe Curve Lastenrad ist nicht so sicher wie erhofft.

Mehrere Fahrradmodelle sind betroffen

Aufgrund des ermittelten Risikos und der Gefahr, dass es wegen der möglichen Rahmenbrüche bei einem damit verbundenen Sturz zu schweren Verletzungen kommen könnte, ist der Hersteller auch gezwungen, einen Rückruf für verschiedene Lastenräder in die Wege zu leiten. Dabei handelt es sich um die folgenden Babboe-Modelle:

  • City / City-E / City Mountain
  • Curve / Curve-E / Curve Mountain
  • Big / Big-E
  • Dog / Dog-E
  • Max-E
  • Mini-E / Mini Mountain
  • Pro Trike / Trike-E / Trike XL
  • Carve-E / Carve Mountain

Abgeschlossen sind die Ermittlungen der NVWA übrigens noch längst nicht. In Zusammenarbeit mit der zuständigen Staatsanwaltschaft werde jetzt auch geprüft, ob Anlass für eine strafrechtliche Ermittlung besteht. Außerdem sollen die Aufsichtsbehörden anderer EU-Staaten eine entsprechende Meldung erhalten. Von der Nutzung der oben genannten Rad-Modelle rät die Behörde ausdrücklich ab. Insbesondere dann, wenn sie für den Transport von Kindern verwendet werden.

Bildquellen

  • Babboe Curve Lastenrad steht vor einem Haus.: Cineberg / ShutterStock.com
  • E-Bikes in der Stadt: Bosch
  • Rahmen brechen: E-Bikes dürfen nicht mehr verkauft werden: Joaquin Corbalan P / ShutterStock.com

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