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#Reiter der Apokalypse

Reiter der Apokalypse

Wer sich auf die Suche macht, der findet. Zum Beispiel Jakob Tscharntke, den Pfarrer einer Freikirche im württembergischen Riedlingen. Die Videos seiner Predigten sind für jedermann im Netz abrufbar. Tscharntke steht mit einer lilafarbenen Krawatte hinter seinem Rednerpult und versucht, die Menschen in Deutschland zu erreichen, die, wie er sagt, noch nicht kapituliert haben „vor Merkel, Spahn, Söder und Co. und den Hintergrundmächten, die dahinterstehen“. Tscharntke ist einer großen Verschwörung auf der Spur: Corona als Trick der Mächtigen, um die Leute zu knebeln.

„Ich hätte derart satanisch-bösartige Eingriffe in das Leben christlicher Gemeinden und unseres ganzen Volkes, auch in unsere persönlichsten familiären Angelegenheiten und Freiheiten vor dem Offenbarwerden des Antichristen nicht erwartet“, sagt Tscharntke. In den „kommenden Zeiten der Not“ werde man erfahren, „wie wichtig funktionierende Ehen und funktionierende, intakte Familienverhältnisse sind“, prognostiziert er. „Und gerade deshalb will Satan diese ja auch zerstören und die Herrschenden in unserem Land auch. Nichts anderes ist ja auch das Ziel von Social Distancing.“

Ein „Bibel-Gürtel“ im Südwesten?

Pfarrer wie Jakob Tscharntke oder der Berliner Prediger Christian Stockmann werden gegenwärtig als Beleg dafür angeführt, dass die Proteste gegen die „Plandemie“ von radikalen Christen befeuert werden. Angeblich gäben die religiösen Fanatiker dort „zunehmend“ den Ton an. In mehreren Publikationen wurde in den vergangenen Wochen im Südwesten Deutschlands sogar ein „bible belt“ ausgemacht, aus dem sich die Demonstrationen der „Querdenker“-Bewegung maßgeblich speisten. Doch einen solchen Bibel-Gürtel nach dem Vorbild der amerikanischen Südstaaten gibt es nicht.

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Zwar existieren einige pietistische Hochburgen, bunt über den württembergischen Landesteil verteilt, mit einer Vielzahl von Gemeinden, etwa im nördlichen Schwarzwald, im Remstal im Nordosten Stuttgarts oder im Heilbronner Unterland. Natürlich ist auch Tübingen immer noch eine Hochburg des Pietismus – also einer gut 300 Jahre alten Strömung im Protestantismus, die auf persönliche Glaubenspraxis und eine wortgetreue Auslegung der Bibel Wert legt. Als Anfang des Jahres die „Querdenker“ auf den Cannstatter Wasen zogen, hielten einige Demonstranten auch ein Kreuz in die Höhe. Und weil die „Querdenker“-Bewegung ihren Ursprung nun einmal in Stuttgart genommen hatte, geriet der schwäbische Pietismus schnell in Verdacht, eine Art ideeller Protesttreiber zu sein.

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