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„Rekord bei Zahl der Erwerbstätigen“

2022 waren in Deutschland so viele Menschen erwerbstätig wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Laut den Arbeitsmarktzahlen ist die Corona-Delle damit aufgeholt.
Arbeitsmarktzahlen 2022: Starker Zuwachs im Dienstleistungsbereich
Arbeitnehmer fanden vor allem im Dienstleistungsbereich neue Jobs. Dort gab es einen Zuwachs von 93 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 1,6 Prozent gegenüber einem Plus von nur 0,4 Prozent im Produzierenden Gewerbe. Am Bau gab es 0,5 Prozent mehr Erwerbstätige als ein Jahr zuvor, während ihre Zahl in Fischerei sowie der Land- und Forstwirtschaft um 0,5 Prozent zurückging. Auch die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Angehörigen ging erneut zurück – um 1,4 Prozent. Sie machten noch 3,9 Millionen Menschen aus.
Arbeitsmarktzahlen 2022: Ursachen für Rekord bei Erwerbstätigen
Eine Ursache für die zusätzliche Beschäftigung waren unter anderem zugewanderte Arbeitskräfte. Bei der inländischen Bevölkerung stieg der Anteil der Erwerbstätigkeit. Rückgängig war die Zahl der Erwerbslosen: Sie sank nach internationalen Vergleichsmaßstäben sehr deutlich um 209.000 Menschen oder 13,6 Prozent auf 1,3 Millionen.
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Video: dpa
Die Erwerbstätigkeit könnte in diesem Jahr noch weiter steigen. Das Kiel Institut für Weltwirtschaft geht aber davon aus, dass die Zahl dann 2024 wieder sinkt. Die Arbeitsnachfrage der Unternehmen werde vor allem von den wirtschaftlichen Folgen der Energiekrise, aber auch durch die Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro gedämpft werden.
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