#Rosinenpicken in Zeiten von Corona

Rosinenpicken in Zeiten von Corona

Von zwei Seiten her wird die Corona-Politik derzeit in die Zange genommen. Auf der einen Seite steigt die Zahl der Infektionen, wo sich die britische Mutante ausbreitet und sinkende Infektionen durch den Wildtyp mehr als wettmacht.

Zahlen wie die in Flensburg oder Teilen Thüringens und Sachsens könnten bald in anderen Städten und Kreisen auftauchen. Dort wird sich zeigen, ob sich das Geschehen mit Stufenplänen wirklich örtlich begrenzen lässt. Die Aussichten dafür sind nicht besonders gut.

Die Hoffnungen, die sich auf die Bund-Länder-Konferenz am 3. März richten und mit vielen (verständlichen) Rufen nach Öffnung verbunden sind, könnten deshalb trügen. Es spricht sehr viel für Lockerungen allenfalls in Trippelschritten – inklusive Osterurlaub ade.

Die Astra-Zeneca-Delle

Auf der anderen Seite ruckelt es wieder in der Impfkampagne. Nicht der Nachschub ist jetzt ein Problem, sondern es zeichnen sich neue Komplikationen wegen mangelnder Impfbereitschaft ab. Die Weigerung vieler, sich angesichts von Nebenwirkungen und der vergleichsweise geringeren Wirksamkeit mit dem Astra-Zeneca-Stoff impfen zu lassen, verzögert die Pandemiebekämpfung.

Es stellen sich politische Fragen: Wenn es schon keine Impfpflicht gibt, kann der Staat nicht wenigstens den Stoff vorschreiben? Welche Konsequenzen hat Rosinenpickerei? Wird ein Stoff zum Ladenhüter, dürfen dann Impfwillige außer der Reihe vorgezogen werden?

Angela Merkel an die Impffront?

Kaum ein Politiker, der nicht versichert, er ließe sich sofort mit Astra-Zeneca impfen, wenn er denn schon dran wäre. Auch Angela Merkel wird gedrängt, hält sich aber an den Impfplan. Es wird deshalb heißen: Da kann man mal sehen, auch sie will keinen Impfstoff „zweiter Klasse“. Gäbe sie nach, wäre vom Impfprivileg der Elite die Rede – und Verschwörungstheoretiker werden wissen, dass es gar nicht Astra-Zeneca war, was da in den Oberarm der Kanzlerin gespritzt wurde.

Aber nicht Show-Effekte sollten ausschlaggebend sein, sondern was im Impfpass steht. Der Astra-Zeneca-Stempel sollte ein Gütesiegel sein: Hier hat jemand besondere Verantwortung für sich und andere übernommen.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, vergessen Sie nicht, ihn mit Ihren Freunden zu teilen. Folgen Sie uns auch in Google News, klicken Sie auf den Stern und wählen Sie uns aus Ihren Favoriten aus.

Wenn Sie an Foren interessiert sind, können Sie Forum.BuradaBiliyorum.Com besuchen.

Wenn Sie weitere Nachrichten lesen möchten, können Sie unsere Nachrichten kategorie besuchen.

Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert