
Bei neuen nächtlichen Angriffen auf die ukrainische Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa ist nach Behördenangaben ein Zivilist getötet worden. „Odessa: ein weiterer nächtlicher Angriff der Monster“, schreibt Oleh Kiper, Gouverneur der südukrainischen Region Odessa in der Messaging-App Telegram. „Leider gab es infolge der nächtlichen terroristischen Attacke der Russen auf Odessa einen zivilen Toten“. Kurz zuvor hatte er von
18 Verletzten, darunter vier Kinder, gesprochen. Von den Verletzten seien 14 ins Krankenhaus gebracht worden, darunter drei Kinder.
Nach Kipers Angaben entstand durch den nächtlichen Angriff auch Sachschaden an „ziviler Infrastruktur, Wohngebäuden und religiösen Einrichtungen“. Die größte orthodoxe Kirche der Stadt, die 1809 geweihte Spaso-Preobraschenski-Kathedrale, ist bei den Angriffen der
Nachrichtenagentur RBC-Ukraine zufolge sch
wer beschädigt worden. Der Stabschef des Präsidialamtes, Andrij Jermak, forderte mit Blick auf den erneuten russischen Beschuss
mehr Raketenabwehrsysteme und taktische Raketen für sein Land.
Seit dem Auslaufen des Abkommens zum Export ukrainischen Getreides aus Schwarzmeerhäfen am Montag hatte Russland nach ukrainischen Angaben wiederholt die Hafenstädte Odessa und Mykolajiw angegriffen. Kiew zufolge nahm Russland insbesondere die Hafen-Infrastruktur ins Visier, um eine Wiederaufnahme ukrainischer Getreideexporte über das Schwarze Meer unmöglich zu machen. Die russische Armee versichert, nur Militäranlagen zu beschießen.
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