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Samsung räumt in seinem App-Store für Smart-TVs auf – und das war auch bitter nötig.
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Samsung entfernt Apps aus seinem Smart-TV-Store, die eine riskante Proxy-Funktion enthalten. Neue Anwendungen mit dieser Technik dürfen nicht mehr veröffentlicht werden, bereits installierte Apps sollen gelöscht werden. Hintergrund sind Erkenntnisse der norwegischen Sicherheitsfirma Mnemonic, die das Problem am 3. August 2026 öffentlich gemacht hat.
Betroffen waren unter anderem Spiele des Entwicklers Play.Works. Dazu zählen bekannte Games wie “Pac-Man”, “Space Invaders”, “Tetris” und “SpongeBob Schwammkopf” (via Mnemonic).
Samsung schmeißt Apps von eurem Smart-TV
Der Grund für den Bann: Die Apps konnten die Internetverbindung von Nutzer*innen als sogenannten Residential Proxy verwenden. Dabei wird fremder Datenverkehr über das Heimnetzwerk geleitet und wirkt nach außen so, als käme er direkt aus dem Wohnzimmer der Besitzer*innen.
Besonders problematisch: Der entsprechende Code war zunächst deaktiviert und ließ sich erst später per Server-Schalter aktivieren. Dadurch blieb die Funktion bei der ursprünglichen App-Prüfung offenbar verborgen. Nutzer*innen bekamen anschließend zwar eine Erlaubnisanfrage angezeigt, diese ließ sich aber zu leicht übergehen, um schneller zum eigentlichen Spiel zu gelangen. Nach der Zustimmung lief der Dienst selbst dann weiter, wenn die App bereits geschlossen war.
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Auch LG-Fernseher betroffen
Mnemonic erklärt, dass viele der betroffenen Apps nur aus wenigen Zeilen HTML-Code bestanden und Inhalte dynamisch von externen Servern nachgeladen haben. Dadurch sehen Plattformbetreiber wie Samsung bei der Prüfung oft nur eine leere Grundstruktur, während Funktionen später ergänzt werden können.
Im analysierten Datenverkehr tauchten so unter anderem Anfragen an LinkedIn, TikTok, Walmart und eine Universitätsbibliothek auf, die als Quelle für Trainingsdaten von Künstlicher Intelligenz bekannt ist.
Samsung ist mit dem Problem nicht allein. Bereits im Juli 2026 hatte LG ähnliche Maßnahmen angekündigt. Damals wurde bekannt, dass rund 42 % aller Apps im LG-Store entsprechende Software-Bausteine enthielten.
Für Smart-TV-Nutzer*innen zeigt der Fall vor allem ein strukturelles Problem moderner TV-Plattformen: Apps können Inhalte und Funktionen nachträglich aus dem Netz laden und damit klassische Sicherheitsprüfungen umgehen. Umso wichtiger ist, dass ihr Apps nur aus vertrauensvollen Quellen nutzt und im Zweifelsfall vor allem bei Spielen vorsichtig agiert.
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