Saug- und Wischroboter eufy Omni S2 im Test: Der neue Wischmeister

Saug- und Wischroboter eufy Omni S2 im Test: Der neue Wischmeister

Saug- und Wischroboter eufy Omni S2 im Test: Der neue Wischmeister

Der Saug- und Wischroboter Omni S2 ist das aktuelle Flaggschiff von eufy. Nachdem sich die Markteinführung mehrfach verschoben hatte, kann man den Omni S2 endlich kaufen. Unser Test zeigt: Das Warten hat sich gelohnt. Insbesondere beim Wischen setzt der S2 einen neuen Standard.

Bei mir zu Hause hat der Omni S2 den Omni E25 aus dem letzten Jahr ersetzt. Mit ihm waren wir durchweg zufrieden. Mit einer UVP von 1.499 Euro ist der S2 allerdings doppelt so teuer, entsprechend hoch waren unsere Erwartungen.

Auspacken

Der Omni S2 kommt in einem recht schmucklosen Karton. Das ist umweltfreundlicher als eine bedruckte Hochglanzverpackung, die nach ein paar Tagen ebenfalls im Müll landet. Insofern eine vernünftige Entscheidung.

Saug- und Wischroboter eufy Omni S2 im Karton

Nachdem man den Karton geleert hat, verteilen sich erst einmal viele Einzelteile auf dem Boden. Das ist allerdings kein Problem und die bebilderte Anleitung zum Zusammenbau wirkt fast schon überflüssig. Alles passt nur dort, wo es auch hingehört. Nach wenigen Minuten ist die „Endmontage“ erledigt und die Inbetriebnahme kann beginnen.

Saug- und Wischroboter eufy Omni S2 - Verpackungsinhalt

Da steht das Ding.

Ein wahrhaft steiler Zahn ist der eufy Omni S2, wenn er mit seinem schlanken Design knapp 70 Zentimeter in die Höhe ragt. Wenn ein Haushaltsgerät schon prominent sichtbar in der Wohnung steht, soll es schließlich nach etwas aussehen.

Am Gehäuse und am Roboter selbst kommt weniger Hochglanz-Plastik zum Einsatz. Aus Erfahrung weiß ich, dass diese Komponenten schon nach kurzer Zeit stark verstaubt sind. Die matten Oberflächen verstauben selbstverständlich genauso schnell, nur sieht man es eben nicht sofort.

Saug- und Wischroboter eufy Omni S2 im betriebsbereiten Zustand

Nettes Gimmick: An der Oberseite der Basisstation befindet sich ein kleines Display, welches den aktuellen Betriebszustand oder die laufende Aufgabe anzeigt. Per Touch kann man die Reinigung starten, den Robbi zur Station schicken oder die Betriebsart (Saugen & Wischen, nur Saugen oder nur Wischen) wechseln.

An der Oberseite der Basisstation des Omni S2 befindet sich ein kleines Display

Einrichtung mit der eufy-App

Die Einrichtung und Steuerung des Omni S2 erfolgt über die eufy-App, die kürzlich in einer runderneuerten Version erschienen ist. An der vorherigen Version hatte ich bemängelt, dass sie stellenweise zerklüftet wirkt und man verschiedene Einstellungen erst nach einigem Suchen findet. Das ist jetzt nicht mehr der Fall, zudem wirkt die App moderner und performanter.

Bei der Verbindung mit dem Roboter wird man zunächst auf eine kleine Irrfahrt geschickt. Die Basisstation zeigt auf dem Display einen QR-Code an, den man mit der App scannen soll. In der App erfährt man allerdings, dass die Verbindung per QR-Code bei den Reinigungsprodukten derzeit nicht unterstützt wird. Verwirrend. Via Bluetooth ging es dann aber schnell und problemlos.

In der App selbst regelt man alle Einstellungen des Roboters und der Basisstation. Man legt Reinigungsaufgaben fest und startet verschiedene Pflegeprogramme. Ebenso kann man über die App die erstellte Karte nachbearbeiten. Räume lassen sich aufteilen und zusammenführen, ebenso kann man No-Go-Bereiche festlegen oder Korrekturen an der automatischen Möbel-Erkennung vornehmen.

Das fühlt sich in Summe komplett an. Ich wüsste jedenfalls nicht, welche Funktion mir hier fehlt.

Die eufy-App für alle Smarthome-Geräte der Marke

Kartierung

Vor der ersten Reinigung steht die Kartierung der Wohnung an. Das dauerte bei 90 Quadratmetern etwa 15 Minuten und somit etwas länger als beim Omni E25. Dafür musste ich allerdings keine einzige manuelle Korrektur vornehmen. Sowohl die Aufteilung der Räume als auch die Möbelerkennung funktionierten auf Anhieb akkurat.

Reinigung

Wir haben in unserer Wohnung ausschließlich Hartböden. Dementsprechend ist das Staubsaugen für den Roboter keine besondere Herausforderung. Die maximale Saugleistung des Omni S2 von maximal 30.000 pa wirkt daher geradezu dekadent. Ich habe die Saugleistung dennoch versuchsweise auf „hoch“ gestellt, um den Geräuschpegel zu testen. Erkenntnis: Man sollte in diesem Fall während der Reinigung besser nicht zu Hause sein. Im Modus „Standard“ oder „Leise“ hingegen ist das Betriebsgeräusch erträglich und das Ergebnis bei unseren Böden immer noch einwandfrei.

Der Roboter des eufy Omni S2 in Aktion

eufy wirbt damit, dass sich der S2 nicht in Teppichfransen verfängt und dicke Teppiche bis 5cm Florhöhe saugen kann, indem sich das Gehäuse entsprechend anhebt. Das kann ich an dieser Stelle nur ungeprüft als Information weitergeben.

Was ich dafür umso besser beurteilen kann, ist die Wischleistung. Diese hat mich regelrecht begeistert. Bereits nach dem ersten Durchgang ergab sich bei einer barfüßigen Begehung ein signifikant spürbarer Unterschied zum Omni E25. Mit dessen Wischleistung waren wir stets zufrieden. Dass man alle paar Monate auf die gute alte Art und Weise nass durchwischen muss, empfanden wir als normal. Künftig nicht mehr.

Die Wischrolle drückt mit 15N auf den Boden, fährt seitlich aus und gewährleistet somit eine fast randlose Reinigung. Mit Raumecken tut sich der S2 beim Wischen allerdings schwer. Wenn sich dort Schmutz ansammelt, muss man diesen von Hand beseitigen.

Die Wischrolle des eufy Omni S2 fährt seitlich aus.

In regelmäßigen Abständen oder bei Bedarf fährt der Roboter zur Basisstation, um die Wischrolle zu reinigen, Frischwasser nachzutanken und den Staubbehälter zu leeren.

Im kombinierten Saug-/Wischmodus, mit hoher Wassermenge und der höchsten Reinigungsintensität „Gründlich“ benötigt der Omni S2 ca. 80 Minuten, um unsere 90qm große Wohnung zu reinigen. Meist lassen wir das erledigen, wenn wir unterwegs sind, dann stört man sich nicht gegenseitig.

Der einzige dicke Wermutstropfen ist: Auch der Omni S2 fährt trotz deutlich geringerer Bauhöhe nicht unter unser Bett, dessen Standfüße es etwa 9cm vom Boden abheben.

Fazit

Der eufy Omni S2 hat uns überzeugt. Die randlose Reinigung und die erheblich bessere Wischleistung sind ein willkommenes Upgrade im Vergleich zu unserem vorherigen Modell. Der aufgerufene Preis von 1.499 Euro ist allerdings sportlich. Erfahrungsgemäß sinken die Preise nach der Markteinführung aber relativ schnell und es gibt immer wieder Rabattaktionen. Insofern sollten Interessenten auf entsprechende Angebote lauern.

 

Disclaimer: Der Hersteller hat uns das hier besprochene Gerät kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme auf den Testbericht oder eine Verpflichtung zur Veröffentlichung gab es nicht.

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Über den Autor

Martin Geuß

Martin Geuß

Ich bin Martin Geuß, und wie unschwer zu erkennen ist, fühle ich mich in der Windows-Welt zu Hause. Seit mehr als 19 Jahren lasse ich die Welt an dem teilhaben, was mir zu Windows und anderen Microsoft-Produkten durch den Kopf geht, und manchmal ist das sogar interessant.
Das wichtigste Motto meiner Arbeit lautet: Von mir – für Euch!

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