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„Schauspieler Fred Ward gestorben“
Seine Auftritte waren markant und vielseitig, man habe nie gewusst, wo und in welcher Rolle er als nächstes auftauchen würde, sagte sein Sprecher Ron Hoffman über Fred Ward. Der Schauspieler ist, wie am Freitag bekannt wurde, am vergangenen Sonntag im Alter von 79 Jahren gestorben.
In seinem Metier war Ward ein Spätberufener. Bevor er an das Herbert Berghofs Schauspielstudio in New York ging, hatte der am 30. Dezember 1942 in San Diego geborene Ward bei der amerikanischen Armee gedient, als Holzfäller in Alaska und als Koch gearbeitet und sich als Boxer verdingt. Für seine späteren Filmrollen war das nicht die schlechteste Vorbildung.
Anfang der Siebziger zog Ward nach Italien und verdiente sein Geld mit der Synchronisation italienischer Filme. Er fiel dem Regisseur Roberto Rossellini auf. In dessen Film „L’Etá di Cosimo di Medici“ (1973) trat Ward zum ersten Mal vor der Kamera auf. Ein Jahr später in „Descartes“.
Zurück in den Vereinigten Staaten ging, es für Ward mit Nebenrollen weiter, er war meiste die Nummer zwei im Cast, so im Western „Im Herz des Wilden Westens“ neben Jeff Bridges, in „Flipper Queen“ mit Brooke Shields, in Jahrmarkt“ mit Jodie Foster, „Silkwood“ mit Meryl Streep, in „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ und in „Flucht aus Alcatraz“ neben Clint Eastwood.
Die Liste von Wards Besetzungen war in den achtziger und neunziger Jahren stattlich. In dem Film „Henry & June“ (1990) von Philip Kaufman spielte Ward die Hauptrolle des Schriftstellers Henry Miller. Ward bekam von der Kritik gute Noten, ebenso wie Uma Thurman und Maria de Medeiros, der Film allerdings nicht. In „Miami Blues“ spielte Ward einen bestohlenen Polizisten. Mit Kevin Bacon schließlich drehte Ward die Sci-Fi-Horrorkomödie „Tremors – Im Land der Raketenwürmer“ (1990), die ziemlich bald Kultstatus erlangte.
Wehrhaft im Land der unterirdischen Schrecken: Kevin Bacon, Fred Ward, Finn Carter Val vernichten 1990 menschenfressende Riesenwürmer.
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Bild: picture alliance/United Archives
1994 erhielt Ward als Mitglied des Ensembles von Robert Altmans „Short Cuts“ den Golden Globe. In den zweitausender Jahren folgten für Ward noch eine ganze Reihe von Kinoproduktionen (einmal als Ronald Reagan). Zuletzt sahen die Zuschauer Fred Ward in der Fernsehserie „True Detectives“. Hier spielte er den Vater eines der Ermittler. Fred Ward hinterlässt seine Frau Marie-France und seinen Sohn Django, der sich als Jazzmusiker einen Namen gemacht hat.
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