#Schon das erste Verbot: Silent Hill f bekommt keine Freigabe in einem ersten Land

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Mit Silent Hill f erwartet Fans des legendären Horror-Franchises ein besonders düsteres Erlebnis. Schon der erste Trailer, aber auch die von Konami selbst veröffentlichte Warnung zum Spiel lassen erahnen, dass es sich um einen der bisher heftigsten Teile der Reihe handeln könnte.
In Japan wurde das Spiel als erster Titel der Reihe mit einer CERO-Z-Freigabe versehen. Die ESRB-Beschreibung deutet auf extrem verstörende Inhalte hin und Konami selbst sagt, ihr solltet mit einem Freund darüber reden, denn: Das Spiel thematisiert „Geschlechterdiskriminierung, Kindesmissbrauch, Mobbing, drogeninduzierten Halluzinationen, Folter und grafische Gewalt“. Das gipfelt jetzt in einem ersten Verbot.
Der australische Prüfungsausschuss hat dem Spiel die Einstufung verweigert, was bedeutet, dass es in Australien ohne inhaltliche Änderungen nicht veröffentlicht werden darf. Auf der offiziellen Website der Behörde fehlt eine genaue Begründung für die Entscheidung, die in den nächsten Tagen aber an Medien weitergereicht werden dürfte.
Immer wieder Probleme in Australien
Es ist nicht ganz deutlich, ob es sich um ein prophylaktisches Verbot handelt oder ob die Einschätzung auf einer Version des Spiels basiert, die nah an einer Vollversion ist. Die Einschätzung wurde bereits am 14. März vorgenommen – am Tag der Enthüllung des Spiels. Auf der anderen Seite gibt es aber auch schon Einschätzungen von ESRB und CERO, während eine USK-Einstufung noch ausstehend ist.
Dennoch sind Änderungen an der australischen Einschätzung nicht auszuschließen. Die Einreichung in Australien ist offensichtlich über das IARC-Verfahren geschehen, vereinfacht gesagt eine Art „Selbsteinschätzung“ durch den Entwickler oder Publisher. Dabei wird ein Fragebogen eigenverantwortlich ausgefüllt, der letztlich zu einer Freigabe führt. Das Verfahren wird hierzulande durch die USK regelmäßig geprüft.
Australien hat eine „bewegte“ Geschichte mit strengen Bewertungskriterien für Videospiele: Positive Ingame-Auswirkungen durch „Drogenkonsum“ mag man beispielsweise gar nicht. Disco Elysium: The Final Cut bekam deshalb einst Probleme, doch hier ging am Ende alles gut aus. Auch sexualisierte Darstellung von Ingame-Figuren kommen in Australien nicht gut an. Deshalb hatte South Park: The Stick of Truth mal Probleme. Zuletzt sorgte Hunter x Hunter: Nen Impact für Schlagzeilen.
Und es wäre auch nicht das erste Mal, dass ein „Silent Hill“-Spiel in Australien auf „Widerstand“ stößt. Silent Hill: Homecoming wurde 2008 ebenfalls zunächst verboten, ehe eine entschärfte Version im darauffolgenden Jahr doch noch erscheinen durfte. Ob Silent Hill f ein ähnliches Schicksal ereilt oder ob Konami bereit ist, Anpassungen für den australischen Markt vorzunehmen, bleibt abzuwarten.
via GamesRadar, Bildmaterial: Silent Hill f, Konami, NeoBards Entertainment
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