#„Sie urteilen nicht über die Verdammten dieser Erde“

„„Sie urteilen nicht über die Verdammten dieser Erde““

Was wird von diesem außergewöhnlichen Prozess bleiben? Die islamistischen Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris haben Frankreich ins Mark getroffen. Staatsanwältin Camille Hennetier zog zu Beginn der Plädoyers eine Bilanz der juristischen Aufarbeitung der Attentate. 130 Menschen sind in der Nacht gestorben, 1300 weitere wurden verletzt. Die französische Gesellschaft bleibt zutiefst geprägt von dem Grauen, das von Islamisten ausging. „Was wird bleiben, welche Bilder, welche Worte?“, fragte die Staatsanwältin. „Das Urteil, die Namen der Verstorbenen, die Berichte der Opfer (…). Die Kraft der Überlebenden gegen die Feigheit der Mörder“, sagt sie.

Es ist eine ungewöhnliche Einleitung am Ende eines ungewöhnlichen, seit September währenden Prozesses. Frankreich hat für acht Millionen Euro eigens einen 750 Quadratmeter großen, modernen Saal mit Kameras im historischen Justizpalast in Paris errichten lassen. Alles wird gefilmt, für die Nachwelt und für die mehr als 1800 Nebenkläger, die nicht ständig nach Paris reisen können. Drei Staatsanwälte wechseln sich seit Mittwoch drei Tage lang bei den Plädoyers ab.

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