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#Sieg in Mexiko: Verstappen reizen Rekorde

Formel-1-Weltmeister Max Verstappen rast in Mexiko zu Saisonsieg Nummer 16. Sein Red-Bull-Teamkollege Sergio Perez erlebt ein Desaster und kommt vor Heimpublikum nur ganze 800 Meter weit.

Der arme Sergio Perez: Angefeuert von Tausenden Mexikanern auf den Tribünen schoss er beim Start des Großen Preises von Mexiko am Sonntag nach vorne. Als könnten viele der – geschätzt – 100.000 Zuschauer den Landsmann im Red Bull in Führung brüllen. Im Windschatten hinter seinem Teamkollegen Max Verstappen saugte er sich an die ersten drei heran, zog dann auf der Außenseite vor der Rechtskurve auf eine Höhe mit Charles Leclerc im Ferrari und dem Champion.

Anno Hecker

Verantwortlicher Redakteur für Sport.

Der Chor der Fans schwoll zu einem tosenden Sturm der Begeisterung – eher er jäh verstummte: zu früh eingelenkt, gegen den Ferrari geprallt, in den Notausgang geschleudert. Perez schaffte es noch in die Box. Dann nahm ihn das Team zur Vorsicht aus dem Grand Prix. Feierabend nach gut 800 Renn-Metern. Was zum Befreiungsschlag werden sollte nach all den Fehlern und gewaltigen Rückständen hinter dem Überflieger aus den Niederlanden, geriet zu einem Desaster: „Ich hätte zurückstecken sollen“, sagte Perez gramgebeugt, „ich bin traurig.“ Und besorgt? Er musste zuschauen, wie sich zwei Fahrer in Szene setzten, die ihm gefährlich werden könnten.

Für den Mexikaner Sergio Perez war der Heim-Grand-Prix schon früh beendet.


Für den Mexikaner Sergio Perez war der Heim-Grand-Prix schon früh beendet.
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Bild: AFP

Die Wettläufe um die Weltmeistertitel sind zwar längst entschieden, aber ein paar spannende wie heikle Rennen sind noch offen. Verstappen reizen die Rekorde. Und so lächelte er nach seinem 16. Saisonsieg in die Kameras, sprach von einem nicht ganz einfachen Nachmittag in der Hitze auf mehr als 2000 Metern über dem Meeresspiegel, dachte aber nicht an Perez und die dicke Luft im Team nach dessen Missgeschick: Er will durchziehen, am nächsten Sonntag in Brasilien, dann in Las Vegas und warum nicht auch in Abu Dhabi?

„Ich fahre, um zu gewinnen, es geht um den 17. Sieg“, sagte er nach seinem fünften Sieg in den vergangenen sechs Mexiko-Auftritten rund 14 Sekunden vor Lewis Hamilton (Mercedes) und etwa 22 vor Leclerc. Nur Hamilton hat diese Serie in Mexiko unterbrochen, der Rekordweltmeister, den zweite Plätze nicht sonderlich tangieren – nach 103 Siegen.

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Fahrerwertung

Aber im großen Rennen Zweiter werden? Dafür tat er dann doch alles nach der jüngsten Kritik am Dienstmobil. Vor einer Woche in Austin hatten ihm ein paar Runden gefehlt, um den späteren Sieger Verstappen herauszufordern, vielleicht noch überholen zu können. Aber in Mexiko verlor er im Qualifying wieder das Vertrauen in seinen wankelmütigen Boliden, ehe es am Sonntag zurückkehrte mit einer besseren Haftung.

Nun liegt er auch dank der schnellsten Rennrunde nur noch 20 Punkte hinter Perez in der Fahrerwertung. Der Brite könnte noch Zweiter werden, ein Coup im weitaus langsameren Mercedes. Oder anders gesagt: So ein Überholmanöver stellte Perez ein schlechtes Zeugnis aus. Verstappen gewinnt 16 Grand Prix von bislang 19 mit dem identischen Auto und der Mexikaner wird nicht mal Zweiter in der höllisch schnellen Maschine?

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Teamwertung

Perez’ Risikobereitschaft steht für den Kampf der Piloten bis zur letzten Runde. Auch die Teams arbeiten mit ihren Konstruktionen weiter an der Grenze der Belastbarkeit. Das belegte der schwere Unfall von Kevin Magnussen in der 33. Runde. Weil das linke Hinterrad des Haas plötzlich abknickte, rauschte der Däne als Passagier im Cockpit in die Streckenbegrenzung, kletterte aus dem Wrack und sah halbwegs benommen zu, wie es Feuer fing.

Die Rennleitung unterbrach die Sause, ließ die Piste reinigen, die Streckenbegrenzung reparieren und ordnete einen Neustart aus dem Stand an: Alles auf Null 36 Runden vor dem Ende. Nur diesmal mit Verstappen in der Pole-Position vor Leclerc, Hamilton und Carlos Sainz im zweiten Ferrari. Der Weltmeister blieb souverän bis ins Ziel. Hamilton schob sich noch an Leclerc vorbei, während etwas weiter hinten die Überraschung vom Samstag um Vortrieb kämpfte: Daniel Ricciardo, aufgerückt im Laufe der Saison vom Edel-Testpiloten Red Bulls zum Stammfahrer beim Tochterunternehmen Alpha Tauri nach dem Rauswurf bei McLaren zum Ende der vergangenen Saison.

Der Australier setzte seinen Dienstwagen der Mittelklasse auf Rang vier im Qualifying – vor Perez im Supermodell. Was die These nährt, der Mexikaner könnte, allen Beteuerungen zum Trotz, doch zur Diskussion stehen, wenn es um die beste Besetzung für 2024 geht. Ricciardo, einst Grand-Prix-Sieger im Red Bull, wurde glänzender Siebter, sechs Plätze besser als der einzige Deutsche, Nico Hülkenberg (Haas). Perez muss Ricciardos Tour vorhergesehen haben. Schon zur Mitte des Rennens wechselte seine Stimmung in den Angriffsmodus: „Ich werde zurückkommen.“

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