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Auch die zweite Siegerehrung innerhalb von 24 Stunden zauberte Philipp Raimund ein breites Strahlen ins Gesicht. „Es fühlt sich sehr gut an und ist ein geiles Gefühl, vorn mitmischen zu können. Das hätte ich vor dem Sommer nicht erwartet“, sagte Deutschlands neue Skisprung-Hoffnung.
Nach Platz zwei am Samstag sprang Raimund beim zweiten Weltcup im polnischen Wisla als Dritter erneut auf das Podium und weckte Hoffnungen auf einen erfolgreichen im Olympia-Winter. Entsprechend groß waren die Emotionen beim Oberstdorfer. „Das macht mich stolz. Ich bin sehr zufrieden“, sagte der 25-Jährige.
Mit 131,5 und 129 Metern musste Raimund nur Vortagessieger Domen Prevc aus Slowenien und dem Japaner Ryoyu Kobayashi den Vortritt lassen. Zum ersten Weltcupsieg seiner Karriere fehlten dieses Mal 5,5 Punkte, am Vortag waren es 6,8 Zähler gewesen. „Ich werde probieren, weiter an der Landung zu arbeiten. Da ist noch Luft nach oben“, sagte Raimund und räumte ein: „Heute war es nicht ganz so locker.“
Mehr Stabilität, Ruhe und Harmonie
Mit seinen starken Auftritten unterstrich der Saison-Aufsteiger seinen Qualitätssprung, der sich bereits mit Top-Fünf-Platzierungen bei der WM in Trondheim angedeutet hatte. Spätestens der Gesamtsieg im Sommer-Grand-Prix brachte ihm die Gewissheit, ganz vorn mitmischen zu können. Raimunds Erfolgsformel: „Ich habe es geschafft, mein Grundniveau anzuheben, mehr Stabilität, Ruhe und Harmonie in meine Sprünge zu bekommen.»
Bundestrainer Stefan Horngacher rechnet daher damit, dass der Premierensieg seines Schützlings im Weltcup nicht mehr lange auf sich warten lässt: „Irgendwann wird er sicher gewinnen. Das ist nur eine Frage der Zeit.“
Mentaltraining gegen die Höhenangst
Jahrelang schienen Podestplätze für Raimund, der seit 2019 im Weltcup-Zirkus unterwegs ist, unerreichbar zu sein. Nun werden sie langsam zur Gewohnheit. Was auch an seiner neuen Lockerheit liegt. „Er hat momentan einfach die Ruhe weg und ist im Flow“, lobte Zimmerkollege Karl Geiger,
Während die einstigen Vorzeigespringer Geiger und Andreas Wellinger zwei Monate vor den Olympischen Winterspielen weit von ihrer Bestform entfernt sind, befindet sich Raimund im Höhenflug. Und das, obwohl er teilweise unter Höhenangst leidet. „Ich arbeite viel mit einem Mentaltrainer zusammen und bin da in guten Händen“, berichtete Raimund und stellte fest: „Es läuft.“
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