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Im Herbst ernten viele Hobbygärtner Obst und Gemüse in ihrem Garten. Doch nicht alles muss sofort verarbeitet werden. Gut gelagert hält sich die Ernte viele Wochen oder gar Monate frisch und kann uns so in den Wintermonaten ein paar Einkäufe ersparen. Wie können wir Obst und Gemüse richtig lagern? Welche Alternativen gibt es für die Lagerung im Keller?
Im Herbst lassen sich einige Obst- und Gemüsesorten ernten. Mit der richtigen Lagerung halten sie sich meist wochenlang oder sogar den ganzen Winter über frisch. Damit das gelingt, kommt es auf die richtigen Bedingungen an: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht spielen dabei eine entscheidende Rolle, ebenso jedoch die Vorbereitung der Ernte. Und auch wer keinen Keller hat, kann das meiste Obst und Gemüse mit den richtigen Techniken für längere Zeit lagern. Wir erklären die wichtigsten Tricks.
Obst im Herbst richtig lagern
Kernobst wie Äpfel, Birnen und Quitten, das eingelagert werden soll, sollte noch vor seiner Genussreife geerntet werden. Diese Früchte lagern am besten in einem kühlen, frostfreien Keller mit möglichst 80 bis 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, können die Früchte schrumpfen und austrocknen.
Äpfel, Birnen und Quitten verfügen alle über eine natürliche Wachsschicht auf ihrer Schale, die sie vor eindringenden Pilzsporen schützt. Deswegen sollten Hobbygärtner die Früchte nach der Ernte nicht abreiben oder waschen und mitsamt der Wachsschicht einlagern. Auch die Stiele sollten an den Früchten verbleiben. Die Ernte sollte zudem auf mit Zeitungspapier ausgelegtem Holz lagern, ohne sich gegenseitig zu berühren – das verhindert, dass sich mögliche Krankheiten von einer auf die andere Frucht übertragen. Beschädigte und dadurch anfällige Früchte sollten erst gar nicht eingelagert, sondern direkt zu Saft, Mus oder Gelee weiterverarbeitet werden.
Sowohl für Äpfel als auch für Birnen und Quitten gilt: Die Ernte sollte separat von anderen Obst- und Gemüsearten lagern, da diese Früchte das Pflanzenhormon Ethylen ausströmen, welches anderes Obst und Gemüse schneller reifen und somit schneller verderben lässt. Ebenso hilft es, den Raum, in dem die Früchte lagern, wöchentlich zu lüften, damit sich das Ethylen verflüchtigt.

Gemüse im Dunkeln oder begraben im Sand
Kartoffeln sollten Hobbygärtner ebenfalls luftig, dunkel, kühl und bei etwa 90 Prozent Luftfeuchtigkeit lagern. Die Knollen sollten nach der Ernte nachtrocknen und ebenfalls nicht gewaschen werden, damit sie besser vor Fäulnis geschützt sind. Kartoffeln besitzen eine natürliche Keimhemmung. Diese baut sich je nach Umgebungstemperatur innerhalb von fünf bis neun Wochen nach der Ernte ab. Danach müssen die Kartoffeln bei Temperaturen unter fünf Grad lagern, um ein vorzeitiges Keimen zu verhindern.
Bei anderem Wurzelgemüse wie Möhren, Pastinaken, Rote Bete oder Knollensellerie sollten Hobbygärtner nach der Ernte die Blätter entfernen und nur Blattansätze stehen lassen – ein Abwaschen ist nicht nötig. Auch hier sollten nur unversehrte Lebensmittel ohne Druckstellen eingelagert werden. Wurzelgemüse kann am besten geschichtet in Holzkisten mit feuchtem Sand bei Temperaturen unter zehn Grad und mindestens 80 Prozent Luftfeuchtigkeit lagern.
Wer Kohlköpfe, Chinakohl und Endivien frisch halten will, schlägt die Köpfe mit ihren Hüllblättern einzeln in Packpapier ein und lagert sie aufrecht in Holzkisten. Kürbis und Zucchini bekommen aufgehängt in Netzen keine Druckstellen.
Ernte lagern ohne Keller
Nicht jeder Hobbygärtner verfügt über einen Keller, der solche kühlen und dunklen Lagerbedingungen ermöglicht. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie auf das Einlagern verzichten und die Ernte sofort verwenden müssen. Garagen, Gartenhäuser und Balkone eignen sich ebenfalls als Lager, solange Sonneneinstrahlung sie nicht zu sehr aufheizt. In der Wohnung selbst sollten Obst und Gemüse auch vor Wärme und Licht geschützt werden – zum Beispiel in einer unbeheizten Abstellkammer und mit Papier abgedeckt.
Wer keinen Keller, aber einen Garten hat, kann Gemüse alternativ auch in einer sogenannten Erdmiete frisch halten: Dazu graben Hobbygärtner an einer möglichst trockenen Stelle eine etwa 50 Zentimeter tiefe Mulde. Damit keine Wühlmäuse in die Miete gelangen, sollte das Erdloch anschließend mit feinmaschigem Draht ausgekleidet werden. Der Boden wird zunächst mit einer zehn Zentimeter hohen Sandschicht bedeckt, ehe das Gemüse daraufgelegt wird. Darüber kommt eine doppelt so hohe Strohschicht. Ein über der Erdmiete ausgebreiteter Kunststoffvlies verhindert, dass Regen eindringt.
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