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1986 schrieb Jurek Becker seinem Freund Manfred Krug dessen wohl schönste Rolle auf den Leib, der Rest ist Fernsehgeschichte. „Liebling Kreuzberg“ lebte natürlich vor allem vom ganz eigenen, ruppig herzlichen Charme Krugs, der als legerer Wackelpuddingliebhaber schon mal ein Mittagsschläfchen in der eigenen Kanzlei einlegte, sich einen Cognac am hellichten Tag genehmigte und natürlich auch in geschlossenen Räumen zur Zigarre griff. Doch auch die Nebenfiguren des Serienhits waren fein gezeichnet und treffend besetzt. Als Kontrast zum Berliner Lebemann Robert Liebling fungierte in den ersten drei Staffeln der aus Süddeutschland stammende Rechtsanwalt Giselmund Arnold, der sich ein wenig für seinen blumigen Vornamen schämte und im Gegensatz zu seinem Chef eher steif und konservativ daherkam. Dargestellt wurde er von Michael Kausch, der damit seinen größten Erfolg vor der Kamera feierte.
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