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„Sony gibt auf: Die letzte „Profi-Kamera“ läuft vom Band“

Sony war in den vergangenen Jahren maßgeblich am Erfolg spiegelloser Systemkameras, sogenannter DSLMs, beteiligt. Nikon und Canon, die Platzhirsche im Kamera-Segment, kommen mit der schnellen Entwicklung von Sony nicht mit. Zwar haben sie mittlerweile auch DSLM-Modelle im Portfolio. Dennoch halten die beiden Unternehmen aus Tokio an der DSLR fest. Mit der Nikon D6 und der Canon EOS-1D X Mark III brachten die Schwergewichte noch Mitte 2020 ihre Profi-DSLRs in den Handel. Sony dagegen geht nun einen anderen Schritt. Und dieser war nur eine Frage der Zeit.
Sony läutet das Ende ein
Das ebenfalls japanische Unternehmen aus Tokio produzierte zwar auch bis vor Kurzem noch Spiegelreflexkameras. Dieses Kapitel gilt aber nun wohl als beendet. Wie die stets gut informierte Website „Sonyalpha Rumors“ berichtet, hat Sony die letzten DSLR-Modelle A99 II, A77 II und A68 von seiner internationalen Internetseite entfernt. Auf der deutschen Website hingegen sind noch die vier DSLR-Modelle A77 II, A99 II, A58 und A68 gelistet. Da das Aus für die digitale Spiegelreflexkamera aber nahezu unausweichlich ist, werden auch sie früher oder später verschwinden.
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Die Zukunft der Kamera
Dieser Schritt von Sony dürfte die wenigsten überraschen. Die Spiegelreflex-Kameras sind zwar in der eher konservativen Fotografen-Szene immer noch sehr beleibt. Doch die Vorteile von DSLM-Modellen überwiegen. Während etwa der Autofokus in einer DSLR kaum noch verbessert werden kann, kommen spiegellose Kameras von Sony mit Augenautofokus und optischen Hilfen im Display beim manuellen Scharfstellen auf den Markt. Da DSLMs keinen Spiegelkasten haben, lösen sie im Vergleich zu ihren klappernden Vorgängern lautlos aus. Das ist vor allem bei der Tierfotografie, in Kirchen oder im Gericht ein großer Vorteil.
→ Die Zukunft der Fotografie
Zwar schätzen viele Fotografen den Prismensucher da er im Gegensatz zum Mini-Display im elektronischen Sucher die Realität abbildet. Doch auch dieses Argument wird sich im Laufe der Zeit in Luft auflösen. Darüber hinaus werden Software und künstliche Intelligenz (KI) beim Fotografieren immer wichtiger. Und dagegen wirken mechanische Teile wie ein Spiegel, der beim Auslösen hochgeklappt wird, antiquiert. Sony weiß das. Nikon und Canon dürften es demnächst auch erfahren.
Bildquellen
- Mit dem Smartphone fotografieren: 10 Tipps für das perfekte Foto: Blasius Kawalkowski
- Sony gibt auf: Letzte Kamera rollt vom Band: Unsplash/Just Jack
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