Spurensuche im Mondgestein

Spurensuche im Mondgestein

Spurensuche im Mondgestein

Verteilung des Elements Thorium auf dem Mond: Die Konzentration unterscheidet sich deutlich zwischen der Vorderseite (links) und der Rückseite, wie die Messungen der Sonde Lunar Prospector zeigen. Thorium weist auf sogenannte KREEP-Gesteine hin, die einen hohen Gehalt an Kalium, Seltenen Erden und Phosphor haben. Deren heterogene Verteilung lässt auf eine unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Mondregionen schließen.

© NASA

Am 1. Dezember 2020 landete die Mondsonde Chang’e 5 nordöstlich des Vulkanmassivs Mons Rümker auf dem Mond. In der Bildmitte ist eines der vier Landebeine zu sehen. Die chinesische Sonde sammelte 1.731 Gramm an Steinen und Staub ein und brachte die Proben am 16. Dezember zur Erde. Die Erhebung oben ist nicht der 170 Kilometer ferne erloschene Feuerberg; er befindet sich jenseits des Horizonts.
© CNSA / ISAA

Auf dem Weg zum Mond: Abkopplung des Orbiters und der Landesonde Chang’e 5 von der Trägerrakete Langer Marsch 5; sie hat die Mission am 23. November 2020 in eine Erdumlaufbahn befördert.
© Illustration: CNSA

Die erste sanfte Landung auf der Mondrückseite gelang der chinesischen Sonde Chang’e 4 am 3. Januar 2019 im Von-Kármán-Krater. Er gehört mit 186 Kilometer Durchmesser zu den großen Mondkratern. Die Bergkette im Hintergrund ist dessen westlicher, über 3.000 Meter hoher Kraterwall. Der auffällige Krater hinter der rot markierten Landestelle misst 3.900 Meter und ist 600 Meter tief. Die Aufnahme stammt vom Lunar Reconnaissance Orbiter vier Wochen nach der Landung von Chang’e 4 aus 330 Kilometer Distanz.
© NASA / GSFC / Arizona State University

Am 1. Juni 2024 landete Chang’e 6 im südlichen Bereich des Apollo-Kraters und machte diese Panoramaaufnahme. Die Sonde sammelte 1,9353 Kilogramm an Mondgestein und -staub, was zur Erde transportiert wurde – die erste Probe von der Mondrückseite überhaupt.
© CNSA

Dieses knapp 0,3 Millimeter große Staubkörnchen ist ein Teil der Bodenprobe von der Mondrückseite, die die Mission Chang’e 6 zur Erde gebracht hat. Die elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt eine sogenannte porphyritische Olivin-Pyroxen-Textur: ein magmatisches Gefüge mit eingelagerten Kristallen aus Olivin und Pyroxen.
© CNSA / J. Wang et al., PNAS 122 (2025)

Schematisches Modell der Stratigraphie der Landestelle von Chang’e 5 im nördlichen Oceanus Procellarum: Die Kruste ist von einer dicken Auswurfschicht aus dem Imbrium-Becken im Osten überlagert. An der Basis der Kruste befindet sich eine KREEP-Schicht mit radioaktive Elementen, die den Mantel erwärmt. Dies hat den Vulkanismus bei dem 500 Kilometer entfernten Mons Rümker vor etwa 3,7 bis 2 Milliarden Jahren verursacht; damit hängen auch Mairan-Kuppen zusammen.
© BDW-Grafik / Karl Marx; Quelle: S. M. Elardo et al., Science Advances 11 (2025)

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