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„Der Plagiatsjäger Stefan Weber? Der Stefan Weber, der neulich mit Björn Höcke auf einem Podium saß? Der Menschen öffentlich zur Zielscheibe macht? Mit dem triffst du dich?“
Hätte man vor zehn Jahren erzählt, dass man Stefan Weber interviewt, wären die Reaktionen deutlich freundlicher ausgefallen. In seiner österreichischen Heimat wurde der Kommunikationswissenschaftler aus Salzburg einst als „Gegner der Googler“ („Falter“), „Tarzan im Plagiat-Dschungel“ („Kleine Zeitung“) und „Jäger des verborgenen Quatsches“ („ORF“) gerühmt. Auch hierzulande erhielt er viel Anerkennung für seine Plagiatsgutachten.
Doch aus dem Kämpfer für wissenschaftliche Redlichkeit ist für viele ein Mann geworden, dem es an moralischem Maß fehlt. Ein von „Überführungseifer“ Getriebener, der keine Gnade kennt. Manche nennen ihn einen „Kopfgeldjäger“. Wer ist Stefan Weber?
Dresden. Ein heißer Sommertag. Stefan Weber wollte sich eigentlich im Restaurant „Anna“ im Residenzschloss treffen, doch die Stube ist voll und die Terrasse geschlossen. Die Bedienung weigerte sich, einen Sonnenschirm für ihn aufzuspannen. Weber, kurze schwarze Hose, schwarzes Poloshirt, kräftige Statur, ist heiter gestimmt. Er scherzt. Jetzt werde man schon aus dem Schloss geschmissen. Ich könne es doch wie Tom Kummer machen und Zitate erfinden. Er autorisiere sie dann.
Im Restaurant „Alex“ sind noch Tische unter Sonnenschirmen frei. Weber bestellt Flammkuchen, ohne Lauch, ohne Zwiebeln.
„Sind Sie picky, Herr Weber?“
Er möge nun mal weder Zwiebeln noch Lauch.
Weber möchte wissen, ob ich in Dresden auch seine Feinde treffe. „Nein, ich wusste gar nicht, dass Sie hier Feinde haben.“
Aus dem Jäger wurde der Gejagte
Weber kennt seine Feinde. Er verortet sie an den Universitäten, in den Mainstream-Medien und dem linksliberalen, „woken“ Milieu. Sie bilden die Front, die sich gegen ihn verschworen hat. „Dabei hatte ich die Mainstream-Medien inklusive der linken Medien in Österreich wie ‚Standard‘ und ‚Falter‘ früher auf meiner Seite.“ Wunderschön sei beispielsweise die Überschrift „Tarzan im Plagiatsdschungel“ gewesen. Man glaubt einen Hauch von Wehmut in seiner Stimme zu hören.

Die Wende in Österreich, jenen Moment, als er öffentlich in Ungnade fiel, nennt er „disruptiv“. Die Feindseligkeit gehe so weit, dass Medien von ihm Fotos druckten, die ihn absichtlich in einem düsteren Licht zeigten. Für seinen „Blog für Ehrlichkeit“ hat Weber ein Foto ausgewählt, auf dem er etwas Treuherziges hat.
2023 prüft Weber die Diplomarbeit des Chefs der Österreichischen Bundesbahnen, Andreas Matthä, und stellt „einen schweren Bruch mit der akademischen Integrität“ fest. Die Fachhochschule Wien entdeckt bei ihrer Prüfung ebenfalls Zitierfehler, stuft diese aber nicht als schwerwiegend ein. Matthä behält seinen akademischen Grad. Weber sagt: „Andreas Matthä ist SPÖ-Mitglied und angeblich hochrangiger Freimaurer. Als ich seine Diplomarbeit überprüfte, schlossen sich die Reihen gegen mich. Plötzlich wusste jeder, was über mich zu schreiben war. Nicht die schwer plagiierte Diplomarbeit war das Problem, sondern ich.“
Für Weber markiert der Fall den Moment, in dem sich die Rollen vertauschten, weil er einen Linken angegriffen hatte. Aus dem Jäger wurde der Gejagte.
Weber erzählt nicht schäumend, nicht verbittert oder gekränkt. Der Konflikt ist sein natürliches Element. Hin und wieder nennt er seine Gegner lächelnd „Trottel“. „Das können Sie zitieren!“ Bei Zwischenfragen hebt er die Hand: „Frau Mühl, jetzt wartens.“ Er spricht wie einer, der keinen Moment daran zweifelt, recht zu haben.
Unbestreitbar hat sich Weber als Plagiatsgutachter Verdienste erworben. Er hat die Plagiatsdebatte und den Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten hierzulande geprägt. Seine softwaregestützten Recherchen, die Tage, die er in Bibliotheken zubrachte, führten zu Aberkennungsverfahren und öffentlichen Diskussionen über wissenschaftliche Integrität. Weber gilt als akribisch. Als „GuttenPlag Wiki“ 2011 den damaligen Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg als Plagiator entlarvte, spielte er von der Seitenlinie aus mit. Guttenberg war erledigt, verlor seinen Doktortitel und trat zurück. Damals rief der „Falter“ bei Weber an und fragte „Herr Weber, wie gut lebt es sich als berühmter Plagiatsjäger?“, und Weber antwortete: „Endlich! Endlich ruft eine gescheite Zeitung an. Sie können sich gar nicht vorstellen, was bei mir los ist.“ Weber sagt, er habe in der Causa Guttenberg wirklich nur ganz am Rande eine Rolle gespielt.
„Ich bin einem Muster auf der Spur!“
Weber bloggt, twittert, deckt auf, polarisiert und polemisiert. Bei manchen Sätzen stutzt er. Auf Facebook liest Weber: „Wertschätzung ist nichts, was man auf eine Speisekarte schreibt.“ Von der Verfasserin möchte Weber wissen, ob das die KI geschrieben habe. Daraufhin sei eine Welle des Hasses über ihn hereingebrochen, sagt Weber. Jemand fragt, ob ihm langweilig sei. „Das ist immer dasselbe“, sagt er. „Warum sollte mir langweilig sein? Ich bin einem Muster auf der Spur!“
Detektivische Neugier treibe ihn an, sagt Weber. Die Lust an der Erkenntnis. „Plagiate und die ungekennzeichnete Nutzung von KI aufzudecken, das ist nichts anderes, als Muster zu erkennen und dadurch Erkenntnis zu gewinnen. Nur darum geht es mir.“ Doch wann ist ein Text ein Plagiat? Ist Weber ein Positivist, der in schwierigen Ermessensfragen nur seine Meinung gelten lässt?
Weber verdient mit Plagiatsgutachten Geld. Firmen und Privatleute beauftragen ihn, häufig über einen Mittelsmann. Wissenschaftliche Arbeiten von Politikern durchleuchtet er meist aus eigenem Antrieb, unterstützt von Honorarkräften. Möchte er Macht ausüben, die aus seiner Sicht falschen Anwärter für Höheres verhindern? „Nein“, sagt er. „Reines Interesse.“
Dass sich das Blatt wendete, hat vermutlich auch mit der „Münchner Plagiatsintrige“ zu tun. Die gegen den Vorstand der Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität, Matthias Graw, erhobenen Plagiatsvorwürfe durch Rainer Otto Z. stellten sich als Intrige heraus. Rainer Otto Z., der Graws Ruf ruinieren wollte, ließ einen Tagungsband („Colchicine – 100 years of Research“) fälschen und engagierte die Plagiatsprüfer Stefan Weber und Martin Heidingsfelder mit deren Sichtung. Keiner der beiden wurde misstrauisch. Auf seinem Blog schreibt Weber: „Ich habe den Band zusätzlich mit einem Mediziner, ebenfalls einem Krankenhausleiter, vertraulich gesichtet und es gab letztlich keine Zweifel an der Echtheit des Werks.“ Weber entschuldigte sich und trug zur Aufklärung bei.
In Österreich und in Deutschland bemühte sich Weber, der an der Universität Wien mit einer Arbeit über „Non-dualistische Medientheorie“ habilitiert wurde, um eine Professur. Er wollte die Plagiatsprüfung zur wissenschaftlichen Disziplin erheben, aber niemand war bereit, ihm einen Lehrstuhl einzurichten. Dabei erledigt Weber die Arbeit, die die Universitäten eigentlich selbst erledigen müssten. Doch in ihren Augen dürfte Weber ein Störenfried im System sein.

Die politische Position seiner Auftraggeber spiele für den Auftrag selbst keine Rolle, sagt Weber. Er habe auch keine Präferenz. „Ich habe sowohl für die Grünen und die Linken im EU-Parlament als auch für die AfD in Thüringen gearbeitet.“
Weber prüfte im Auftrag der AfD erneut die Doktorarbeit des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt, dem die TU Chemnitz nach einem ersten Gutachten den Doktorgrad entzogen hatte. In seinem Blog schreibt Weber: „Der Plagiatsfall ist noch viel größer als gedacht: Mario Voigt und die Thüringer CDU haben der Bevölkerung jahrelang die Unwahrheit gesagt.“ Weber nennt ihn einen „Wissenschaftssimulant“. „Er ist längst reif für den Rücktritt.“
Einmal, erzählt Weber, habe ein Professor zu ihm gesagt: „Wenn Sie überall Plagiate sehen, müssen Sie zum Arzt.“ Der Satz bringt ihn ein wenig in Rage, aber vielleicht ist das auch gespielt. Jetzt, sagt er, komme der Witz. Er beugt sich nach vorn. In Wirklichkeit gebe es gar keine Plagiate und keine KI auf der Welt, sondern er habe eine Persönlichkeitsstörung.
„Haben Sie denn eine?“
„Es wird mir ja gern unterstellt, dass ich eine Persönlichkeitsstörung hätte. Ich sei querulatorisch, dissozial und narzisstisch. Querulatorisch, weil ich mich mit dem System anlege, so wie ein Freiheitskämpfer in Südtirol oder in Bayern. Narzisstisch, weil ich angeblich zu mediengeil wäre. Und dissozial, weil man mit mir im Team nicht auskommen würde. Alles Quatsch.“
Trotzdem wollte Weber Gewissheit. Die Diagnose aus seinem Umfeld arbeitete in ihm. Er ging zu einer Psychologin, Frau „DDDr. Ulrike Kipman“, durchlief ein psychologisches Testverfahren („Hogrefe“), beantwortete schriftlich Hunderte von Fragen. Das Ergebnis: „Ich bin nicht gestört, ich bin akzentuiert“, sagt Weber.
„Aber cholerisch sind Sie schon, oder?“
Längst nicht mehr so wie früher, sagt er. Seine Gelassenheit illustriert er mit einer Geschichte. Als das Hotel ihm seine schwarze Wäsche zurückgab, sei sie rot verfärbt gewesen. Er zeigt auf sein Poloshirt. „Rotstich“. Das T-Shirt ist schwarz. Vor fünfzehn Jahren hätte er die Rezeptionistin wahrscheinlich angebrüllt. Jetzt sei er höflich, freundlich, ja lieb gewesen. Wir fragen die Bedienung: „Hat das T-Shirt einen Rotstich?“ „Nein“, sagt die junge Frau. Weber wittert eine kleine Verschwörung.
„Herr Weber, ich habe das ganze Lokal gemietet!“ Er lacht.
Weber ist ein unterhaltsamer Gesprächspartner. Schlagfertig, witzig, freundlich entrüstet. Trotzdem hat man mitunter das Gefühl, die Stimmung könnte kippen. Obwohl man selbst über diese Furcht mit ihm scherzen kann, bleibt ein leichtes Unbehagen. Was passiert, wenn Stefan Weber aufgebracht ist?
Niemand möchte Stefan Weber zum Feind
Wer in sein Visier gerate, den wolle er vernichten, lautet ein Vorwurf – wie die ehemalige stellvertretende Chefredakteurin der „Süddeutschen Zeitung“ Alexandra Föderl-Schmid.
Am 18. Dezember 2023 fragt das Portal „Medieninsider“: „Schreibt die Vizechefin der ,Süddeutschen Zeitung‘ ohne Kennzeichnung ab?“ Weber ist elektrisiert. Er analysiert ihre journalistischen Texte, findet zahlreiche plagiierte Passagen. Föderl-Schmid bediente sich beim „Spiegel“, der „taz“ und „Deutschlandfunk Kultur“. Im Auftrag von Julian Reichelts Portal „Nius“ prüft Weber Föderl-Schmids Dissertation an der Universität Salzburg. 2000 Euro erhält er dafür. „Taschengeld“, sagt er. Eine „Tiefenplagiatsprüfung“ kostet etwa 5000 Euro.
Weber identifiziert in Föderl-Schmids Arbeit mehr als 150 plagiierte Stellen. „Alexandra Föderl-Schmid hat ihre Karriere auf der Lebenslüge einer plagiierten Doktorarbeit aufgebaut. Das ist die Unsitte in der Gesellschaft und nicht die Enttarnung einer Textbetrügerin.“
Die „Süddeutsche“ entbindet Föderl-Schmid vorerst von ihren Aufgaben. Sie verschwindet, wird als vermisst gemeldet. Weber sagt: „Sie hat in ihrem Abschiedsbrief auch mich erwähnt, erzählte mir die Polizei. Aber Fakt ist doch: Sie fuhr von München von der Redaktion heim, nachdem man sie freigestellt hatte. Diese Beurlaubung kann doch auch der Auslöser für ihren Abschiedsbrief gewesen sein. Aber die Medien wollten es dann nur mir anhängen.“
Föderl-Schmid wird schließlich unterkühlt unter einer Brücke gefunden. Seit Anfang des Jahres arbeitet sie als Wirtschaftskorrespondentin der „Süddeutschen Zeitung“ in Paris. Ihren Doktorgrad durfte sie nach einer Überprüfung ihrer Dissertation behalten. Es sei kein relevantes wissenschaftliches Fehlverhalten feststellbar. Weber sieht das anders: „Die Salzburger Uni war in Fällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens seit 20 Jahren wiederholt korrupt.“
Empfand er kein Mitleid mit Alexandra Föderl-Schmid? „Natürlich war das schrecklich. Und wenn sie gestorben wäre, wäre das furchtbar gewesen. Ich habe sogar dem Krankenhaus, in dem sie war, eine E-Mail geschrieben. Aber sie hätte eben auch nicht plagiieren dürfen.“

Webers Doktorvater Peter Bruck bezeichnete ihn einst als Spürhund, der „mit Intelligenz und Beharrlichkeit Missbräuche an österreichischen Universitäten aufgedeckt hat“. Später habe sich dieser Spürhund zum Jäger und vom Jäger zum Richter gewandelt. Weber findet: „Die Gesellschaft ist zu wenig streng.“
Er blickt sich um. Das Paar am Nebentisch schweigt beharrlich. Lächelnd sagt Weber, ich könne die Statisten jetzt nach Hause schicken.
Seit Oktober 2024 prüft Weber Texte auch auf die ungekennzeichnete Verwendung generativer KI. Auf einen Kommentar des früheren „Tagesspiegel“-Chefs Stephan-Andreas Casdorff wird er durch den misstrauischen Tweet eines Wissenschaftlers aufmerksam. Weber schreibt Casdorff eine Mail und bittet ihn, binnen 48 Stunden offenzulegen, ob der Kommentar mit KI geschrieben worden sei. Casdorff gibt die KI-Nutzung zu und verliert seinen Job als „Editor-at-Large“.
In diesem Moment dürfte manch Autor unruhig geworden sein. Niemand möchte Stefan Weber zum Feind. Als Nächstes analysiert Weber einen Kommentar des Chefredakteurs der „NZZ Deutschland“, Florian Eder, über den Holocaust. Er identifiziert „zahlreiche KI-typische Stilelemente“, Eder dementiert. Doch anders als bei Casdorff interessiert sich erstaunlicherweise kaum jemand für Webers Fund. Weber sagt: „Wenn der Journalismus nicht in der Lage ist, sein eigenes Problem zu reflektieren, dann macht er sich unglaubwürdig.“ Tatsächlich wird in den Redaktionen der Umgang mit generativer KI diskutiert, nur existieren keine einheitlichen Regeln. Dass Webers Hartnäckigkeit vielen missfällt, ist womöglich auch schierer Angst geschuldet. Der Fall Casdorff jedenfalls hat die Debatte über den transparenten Einsatz generativer KI im Journalismus beschleunigt.
Weber springt von Thema zu Thema, witzelt und fordert ein härteres Frageregime. „Sie können mich alles fragen!“
2021 löst Weber mit seinen Plagiatsvorwürfen gegen die österreichische Arbeitsministerin Christine Aschbacher eine Regierungskrise aus. Nur zwei Tage nach Veröffentlichung seiner Recherchen tritt die ÖVP-Politikerin zurück. Weber ist überzeugt, mit seinem Plagiatsgutachten maßgeblich zum Scheitern der Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf vergangenen Sommer zur Bundesverfassungsrichterin beigetragen zu haben. Kurz, bevor die Entscheidung ansteht, verschickt Weber sein Gutachten an mehrere Medien. Am Tag der geplanten Richterwahl titelt die „Bild“: „Wird SIE heute Verfassungsrichterin? CDU wirft SPD-Frau Schummelei bei Doktorarbeit vor.“ „Zufall“, sagt Weber. Es habe keine Absprache mit der „Bild“ gegeben. Aber entstünden Geniestreiche nicht immer aus Zufällen? „Die offizielle Version ist natürlich eine andere: Die CDU/CSU sei von ihrer liberalen Haltung zum Schwangerschaftsabbruch abgeschreckt.“
Als sich der Nachmittag dem Ende zuneigt, hat Weber viel über seine Gegner gesprochen und kaum über seine Freunde. Steht ihm noch jemand treu zur Seite? Den renommierten österreichischen Philosophen und „Non-Dualisten“ Josef Mitterer kennt Weber seit mehr als zwanzig Jahren. Mit Mitterers kontrovers diskutierter Philosophie hat er sich in seiner Habilitationsschrift befasst, sie begleitet ihn bis heute. Mitterer, sagt er, sei vielleicht sein letzter akademischer Freund. „Rufen Sie ihn an.“
Was also sagt Josef Mitterer über Stefan Weber? Wir telefonieren lange, doch in der Zeitung darf nur Folgendes stehen: „Die Frage, ob ich noch sein Freund bin, möchte ich nicht beantworten. Wir haben seit Jahren immer weniger Kontakt – das letzte Mal Mitte November 2025, als ich ihn davor gewarnt habe, bei einem rechtsextremen Verein als Redner aufzutreten. Er hat den Auftritt daraufhin abgesagt. Wenn er in eine existentielle Krise geraten sollte, werde ich ihn wohl nicht im Stich lassen.“
Webers damalige Absage an die Rechtsextremen war einer jener Momente, in denen sich der Unbeirrbare belehren ließ. Wessen Rat interessiert ihn heute noch?
Anmerkung der Redaktion: Stefan Weber hat uns mitgeteilt, er habe den von Josef Mitterer erwähnten Vortrag doch gehalten – und zwar beim „Freiheitlichen Akademikerverband Salzburg“.
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