Massenproteste: In Tel Aviv treffen berittene Polizisten auf Demonstranten
Bild: AFP
Die Protestbewegung organisiert massive Störaktionen, nachdem die Knesset die Justizreform vorangetrieben hat. Ein Minister nennt die Demonstrationen „Terrorismus“.
Auf vielen Straßen in Israel ging am Dienstag nichts mehr. Kleine Gruppen von Demonstranten blockierten von sechs Uhr morgens an Kreuzungen und Autobahnen im ganzen Land. Mitunter zündeten sie Reifen an. Die Polizei setzte Wasserwerfer und berittene Kräfte ein, es gab Verletzte. Bis zum Mittag wurden mehr als 50 Personen festgenommen. Die Protestbewegung hatte einen „Tag der Störung“ ausgerufen, nachdem die Knesset am späten Montagabend in erster Lesung einen Teil der umkämpften Justizreform angenommen hatte.
Neben Straßenblockaden gab es weitere Formen des Protests: Berufsgruppen und zivilgesellschaftliche Initiativen bildeten Menschenketten, hingen riesige Poster auf und organisierten Aufmärsche vor Polizeistationen, in denen Demonstranten festgehalten wurden, sowie vor der Knesset und dem Obersten Gericht. Am Nachmittag sollte der Ben-Gurion-Flughafen, wie schon in der Woche zuvor, blockiert werden.
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