#Sachlich sein, heißt deutsch sein

„Sachlich sein, heißt deutsch sein“ In jeder Sprache gibt es markante Begriffe, die in ihrer Dichte und kulturellen Triftigkeit mehrere Sinnebenen transportieren. Im Wort Sachlichkeit verbinden sich ästhetische Funktionalität, Objektivität und das Nüchterne mit einer womöglich kalten Emp­findungslosigkeit, mit Distanz und entseelter Rationalität. Heinrich Mann benennt damit in seinem 1914 erschienenen ironischen Roman „Der Untertan“…

Weiterlesen

#Witstocks „Februar 1933“ zeigt Künstler in der NS-Zeit

„Witstocks „Februar 1933“ zeigt Künstler in der NS-Zeit“ Um es vorweg zu sagen: Dieses Buch ist ein großer Wurf, weit mehr als eine Fortschreibung von Titeln wie Florian Illies’ „1913“ oder Hans Ulrich Gumbrechts „1926“, die, historische Eckdaten mit kulturellen Umbrüchen verbindend, eine synchrone Dimension der Geschichte sichtbar machten: Ungleichzeitigkeit ist das richtige Wort dafür….

Weiterlesen

#Der Tyrann ist tot, es lebe der Tyrann!

„Der Tyrann ist tot, es lebe der Tyrann!“ Zugegeben: Diese Rezension beginnt weit vor ihrem Gegenstand, aber niemand sollte über Wladimir Medwedew schreiben, ohne Maria de Smeth zu erwähnen, haben doch beide Werke vorgelegt, die zu Umbruchszeiten in Tadschikistan spielen. Die gebürtige Schrobenhausenerin de Smeth (1903 bis 1975) hält im Jugendbuch „Dario vom Stamme der…

Weiterlesen

#Das Auge des Exils

„Das Auge des Exils“ Hier ist Paris. Heinrich Mann hat seine Lesebrille auf dem Tisch im Hotel Lutetia abgelegt, er wirkt erschöpft. Alfred Döblin stützt zweifelnd den Kopf in die Linke. Walter Mehring genehmigt sich ein Glas Wein. Der Journalist Wolf Franck sitzt im Café vor einem Schnapsglas und einer Karaffe mit Soda und studiert…

Weiterlesen

#Anatol Regnier sieht den Schriftstellern der NS-Zeit auf die Finger

„Anatol Regnier sieht den Schriftstellern der NS-Zeit auf die Finger“ Im Januar 1940 begleitet Hanns Johst, Präsident der Reichsschrifttumskammer, den Reichsführer SS auf einer Inspektionsreise durch die neu eroberten polnischen Gebiete. „Während Himmler in seinem Salonwagen dringlichsten Arbeiten nachgeht, sinniert Johst über den Spruch aus dem Cherubinischen Wandersmann des Angelus Silesius, den man im Dritten…

Weiterlesen