#Billy Idol und Sex Pistols rocken Berlin

Kunst benötigt immer Antikunst als Korrektiv, so endete Anselm Kiefer seine Dankesrede für den Nationalpreis vorigen Donnerstag. Die Sex Pistols aus England waren die Antikunst, die das erstarrte Großbritannien und der Schlaf-Rock der mittleren Siebzigerjahre brauchte. Freilich gab es wenig Artifizielleres als das damalige Erscheinungsbild der Sex Pistols: Die Haare kunstvoll mit Bier und Unmengen…

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#Die Dame war ein Punk

„Die Dame war ein Punk“ „Diese Frau war einmal ein Punk“. So lautete 1989 die Schlagzeile unter dem Titelbild des britischen Hochglanzmagazins „Tatler“, auf dem Vivienne Westwood die damalige Premierministerin Margaret Thatcher zum Verwechseln ähnlich verkörperte. Gina Thomas Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London. Die aufsässige Modeschöpfern, die schon in jungen Jahren bekundete, dem System einen…

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#Kunstvolle Verwüstung

„Kunstvolle Verwüstung“ Was macht den Stil von Comme des Garçons aus, des berühmten japanischen Modelabels, dessen französischer Name „Wie für Jungs“ bedeutet, obwohl es für Frauen gegründet wurde? Dekonstruktion. Als Rei Kawakubo ihre zwölf Jahre zuvor in Japan lancierte Prêt-à-porter-Marke 1981 auf den Weltmarkt brachte – mit der Ausrichtung einer Modenschau in Paris –, wurde…

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#Ein Spottlied auf die Queen

„Ein Spottlied auf die Queen“ Am 7. Juni 1977 charterten Malcolm McLaren und Vivienne Westwood in London ein Boot namens „Queen Elizabeth“ – angeblich um eine deutsche Synthesizerband darauf spazieren zu fahren, denn sonst hätte der Kapitän sie wohl gar nicht erst an Bord gelassen. Tatsächlich aber schipperte er die von beiden erdachte Punkband „Sex…

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#Damals wäre sie Madame Pompadour gewesen

„Damals wäre sie Madame Pompadour gewesen“ Wilder ging es nicht, frivoler auch nicht, und chaotischer und opulenter geht es bis heute nicht. Es begann mit Secondhand-Klamotten der Fünfziger; es folgten Sadomaso-Outfits in Latex und schwarzem Leder, Bondage-Modelle, zusammengehalten von Sicherheitsnadeln, ruinierte T-Shirts mit lettristischen Aufdrucken wie „TFTLTYTD“ (längst Kanon: Too Fast to Live Too Young…

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#Die Jüngeren haben immer recht

„Die Jüngeren haben immer recht“ Tut sich da was? Auch Schauen, die digital übertragen werden, haben Verspätung. Nur dass man hier vor dem Computer sitzt, auf ein Videobild mit dem gusseisernen Geländer und der schönen Glasdachkonstruktion der Samaritaine blickt und – nichts passiert. Wenn man dort säße, in dem alten Warenhaus an der Seine, das…

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