#Tagebau Jänschwalde: Die Wehmut der Steiger

In der Lausitz endet nach 47 Jahren der Abbau von Braunkohle an einem der größten Tagebaustandorte Deutschlands. Vor der letzten Schicht lässt das die Bergleute nicht unberührt.

Ende Dezember wird die Braunkohleförderung im Tagebau Jänschwalde nördlich von Cottbus nach knapp 50 Jahren eingestellt. Es ist eine Zäsur für die Lausitz, besonders für die rund 500 Mitarbeiter der Lausitz Energie und Bergbau AG (Leag), die hier arbeiten. „Diese Schicht existiert seit fast 20 Jahren“, sagte der Steiger Nico Böker an einem seiner letzten Arbeitstage vor dem „Schichtwechsel“, mit dem der Tagebau in Jänschwalde am Freitag auf bergmännische Art beendet wurde.

Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der aus dem nahe gelegenen Ort Forst stammt, machte den Beschäftigten bei dieser Gelegenheit seine Aufwartung. „Den Frauen und Männern gilt unser Respekt und unsere Achtung, die im Tagebau bei Wind und Wetter hart gearbeitet haben, damit wir zuverlässig unseren Strom aus der Steckdose ziehen können“, hatte der Regierungschef schon Ende November anlässlich eines Besuchs des Tagebaus erklärt.

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