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Dass dieses Jahr der Spritpreis steigen wird, war bekannt. Der Grund: die CO₂-Bepreisung. Allerdings rechneten Experten von ADAC und Co. mit einer Erhöhung von etwa 3 Cent pro Liter Benzin und Diesel. Zum Jahreswechsel zeigte sich: Die Experten lagen weit daneben. Statt um 3 Cent, trieben die Tankstellen die Preise um durchschnittlich 10 Cent in die Höhe. Der Liter pendelte sich bei etwa 1,70 Euro ein. Doch seit dem vergangenen Wochenende zahlen Autofahrer an vielen Tankstellen teils deutlich mehr als 2 Euro pro Liter. Ja, die USA haben im Iran für Krieg gesorgt. Doch ist das der alleinige Preistreiber?
Spritpreisbremse an Tankstellen?
Das versucht auch die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche herauszufinden und verspricht eine kartellrechtliche Prüfung. Man wolle schauen, ob Tankstellen „eine Situation ausnutzen“. Das klingt entschlossen, ist aber vor allem vorsichtig formuliert. Prüfen heißt nämlich noch lange nicht eingreifen. Finanzminister Lars Klingbeil droht der Mineralölbranche mit Konsequenzen. Abzocke dürfe es nicht geben, sagt er. Die Ölkonzerne werden das vermutlich mit professioneller Gelassenheit zur Kenntnis nehmen. Und weiter an ihren Preistafeln werkeln.
→ Handy-Verbot an Tankstellen: Das ist der wahre Grund dafür
Unterstützung bekommt Reiche von einer neuen Arbeitsgruppe im Bundestag. Auch das ist ein bekanntes Mittel gegen steigende Preise: Man gründet ein Gremium und hofft, dass sich die Lage bis zum ersten Treffen von selbst beruhigt. Eine Spritpreisbremse wie 2022 ist ausdrücklich nicht geplant. Und: Es darf bezweifelt werden, ob sich Ölmultis und Tankstellenbetreiber absprechen müssen. Oder ob sie jede geopolitische Veränderung dazu nutzen, die Preise nach oben zu jagen.
Was Autofahrer jetzt tun können
Da Spritdiebstahl eher keine Alternative ist, bleibt allen Autofahrern, die nicht auf Fahrrad, Bahn oder Rollschuhe ausweichen wollen, nur eins: Tanken. Schließlich können einer Umfrage zufolge fast 70 Prozent nicht ohne ihr Auto leben. Damit man möglichst selten zur Tankstelle muss, haben wir hier 7 Tipps, wie man Sprit und damit auch Geld sparen kann.
Und wer dann doch irgendwann an die Tankstelle muss: Morgens im Berufsverkehr sind Benzin und Diesel am teuersten. Erst am Nachmittag sinken die Spritpreise. Am Abend – in der Regel zwischen 18 und 20 Uhr – ist dann der günstigste Zeitraum erreicht. Übrigens: Ein Umweg von fünf Kilometern rentiert sich erst bei mindestens zwei Cent Preisunterschied je Liter Kraftstoff.
Bildquellen
- Aufgepasst: Wer das im Straßenverkehr macht, dem drohen 2 Jahre Knast: (Augustin-Foto) Jonas Augustin / Unsplash
- Tankstellen zocken Deutschland ab: Schaut die Regierung weg?: Valeriia Neganova / Unsplash
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