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Bewertet habe ich Saugleistung, Wischergebnis, Navigation, Hinderniserkennung und die Ausstattung der Station. Drei Geräte haben sich dabei klar abgehoben – jedes mit einem eigenen Schwerpunkt: der Tapo RV50 Pro Omni, der Dreame L10s Ultra Gen 3 und der Xiaomi Robot Vacuum 5. Alle drei sind im Handel für rund 500 Euro oder darunter zu haben.
Testsieger: Tapo setzt sich die Krone auf
Der Tapo RV50 Pro Omni beweist im Test, dass auch ein 500-Euro-Gerät kaum Schwächen haben muss. Mit 15.000 Pa fällt die Saugkraft auf dem Papier zwar moderater aus als bei den beiden Alternativen – im Alltag merkt man davon auf Hartböden und Fliesen aber wenig: Sand und Haferflocken saugt er zuverlässig auf, und dank einer speziellen Hauptbürste musst du dich nicht mit verhedderten Haaren herumärgern. Auch ohne Kamera navigiert der Roboter hervorragend durch die Wohnung: Flache Hindernisse wie Socken sowie Tisch- und Stuhlbeine erkennt er in den meisten Fällen zuverlässig, während der ausfahrbare Wischmopp gründlich in Ecken und um Möbel herum wischt.

Abstriche musst du in erster Linie auf Teppichen hinnehmen, wo die Saugleistung etwas nachlässt, sowie bei eingetrockneten Flecken, die der Roboter mehrmals anfahren muss. Eine wirklich gravierende Schwäche leistet er sich davon abgesehen aber nicht, und er überzeugt vor allem im Gesamtpaket aus Saugleistung, Wischfunktion, Navigation und Ausstattung der Station. Für Nutzer, die bereits andere Tapo-Geräte im Smart Home einsetzen, ist er eine besonders naheliegende Wahl, zumal er mit 499 Euro (UVP) zu Buche schlägt.
Dreame bietet die beste Alternative
Der Dreame L10s Ultra Gen 3 liefert im Test mit 25.000 Pa die höchste Saugleistung im Trio und hält auf dem Papier sogar mit deutlich teureren Spitzenmodellen mit. Auch in der Praxis reinigt er zuverlässig auf allen Untergründen und kommt dank ausfahrbarer Seitenbürste und schwenkbarem Wischmopp sauber in Ecken und an schwer zugängliche Stellen. Für Haustierbesitzer ist er zudem eine klare Empfehlung, da sich weder in Haupt- noch Seitenbürste Haare verfangen. Die Navigation ist im Test nahezu makellos: Kabel, Tisch- und Stuhlbeine umfährt der Roboter zuverlässig, zusätzlich lassen sich No-Go-Zonen in der Karte definieren.

Auch beim Wischen hinterlässt der L10s Ultra Gen 3 einen guten Eindruck, frische Verschmutzungen entfernt er zuverlässig. Einzig bei hartnäckigen, eingetrockneten Flecken braucht er ein bis zwei zusätzliche Runden, bis wirklich alles sauber ist. Größere Schwächen konnte ich im Test ansonsten nicht feststellen. Gerade weil die Basisstation mit Absaugung, Moppwäsche und Trocknung ebenfalls zuverlässig funktioniert, ist der Dreame L10s Ultra Gen 3 die stärkste Alternative zum Testsieger und für eine UVP von 499 Euro erhältlich.
Beste Ausstattung: Xiaomi Robot Vacuum 5
Der Xiaomi Robot Vacuum 5 punktet im Test mit einem Feature, das sonst kaum in dieser Preisklasse zu finden ist: einem absenkbaren Lidarturm. Dieser erlaubt es dem Roboter, unter mehr Möbeln zu reinigen als baugleich hohe Modelle ohne diese Funktion – eine Technik, die sonst meist Geräten jenseits der 1.000-Euro-Marke vorbehalten ist. Kabel umfährt der Roboter zuverlässig, und dank ausfahrbarer Seitenbürste erreicht er auch Ecken und Kanten konsequent. Bei der Saugleistung überzeugt er mit 20.000 Pa vor allem auf Hartböden, fällt damit aber etwas moderater aus als der Dreame.

Schwächen zeigt der Robot Vacuum 5 vor allem auf Teppichen, insbesondere auf Hochflor lässt die Saugkraft spürbar nach. Auch die Wischleistung reicht nicht ganz an die besten Modelle heran, und Socken saugt der Roboter ohne Rücksicht einfach mit ein. Zudem klappt das Absenken des Lidarturms nicht durchgehend zuverlässig: Selbst wenn es die Möblierung zulassen würde, bleibt der Turm manchmal oben, sodass der Roboter unter einigen Möbelstücken doch nicht durchkommt. Gelegentlich müssen zudem Haare aus der Hauptbürste entfernt werden. Für den Preis bietet der Xiaomi Robot Vacuum 5 aber weiterhin ein solides Gesamtpaket. Die UVP liegt bei 649,99 Euro, allerdings war der Saugroboter häufig für deutlich unter 450 Euro zu finden.
Fazit: Für wen lohnt sich welcher Saugroboter?
Wer ein sorgenfreies Gesamtpaket ohne Schwächen sucht – oder bereits Tapo-Geräte im Smart Home nutzt –, fährt mit dem Testsieger Tapo RV50 Pro Omni am besten. Haushalte mit Haustieren oder viel Teppich greifen zum Dreame L10s Ultra Gen 3, der dank hoher Saugkraft und verhedderungsfreier Bürsten hier die Nase vorn hat. Und wer besonders niedrige Möbel hat, unter die andere Roboter nicht passen, sollte den Xiaomi Robot Vacuum 5 mit seinem absenkbaren Lidarturm ins Auge fassen.

Bildquellen
- tapo-rv50-pro-omni-in-station: Bildrechte beim Autor
- dreame-l10s-ultra-gen-3-hero: Bildrechte beim Autor
- xiaomi-vacuum-robot-5-titel: nextpit / Thomas Kern
- beste-saugroboter-bis-500-euro: Thomas Kern / inside digital
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