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Das Startwochenende für „28 Years Later: The Bone Temple“ verlief alles andere als ideal. Der Horrorfilm mit Ralph Fiennes muss sich „Avatar: Fire and Ash“ geschlagen geben.
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Was hat die Fangemeinde gepoltert, gezetert und geschimpft, als im vergangenen Sommer mit „28 Years Later“ die langerwartete Fortsetzung zum 2002er-Horrorklassiker „28 Days Later“ in den Kinos startete. Der Film von Regisseur Danny Boyle und Drehbuchautor Alex Garland sei Müll und eine riesige Enttäuschung, so der überaus laute Tenor der erbosten Fans. Schuld daran dürfte unter anderem eine falsche Erwartungshaltung gewesen sein, geschürt durch den ersten Teaser-Trailer.
Das hat nun ganz reale Konsequenzen für die just in den Kinos gestartete Fortsetzung „28 Years Later: The Bone Temple“ von Regisseurin Nia DaCosta („Candyman“). In den USA kann der Horrorthriller am Martin-Luther-King-Wochenende gerade einmal 13 Millionen US-Dollar einspielen, weit unter den erwarteten 20 Millionen US-Dollar, die bereits eine Herabstufung gegenüber Boyles Beitrag dargestellt haben. Damit bleibt James Camerons „Avatar: Fire and Ash“ weiter auf Platz 1 der Kinocharts, wenn auch nur mit hauchzartem Vorsprung von 13,3 Millionen US-Dollar.
Zum Vergleich: „28 Years Later“ spielte letztes Jahr rund 30 Millionen US-Dollar zum Start ein (via Variety). Der Umsatz ist also um über 50 Prozent niedriger. Weltweit kommt „28 Years Later: The Bone Temple“ auf ein Ergebnis von 31,1 Millionen US-Dollar.
Bei Produktionskosten von 63 Millionen US-Dollar steht nun die bange Frage im Raum, ob es dem Film gelingen wird, die finanziellen Erwartungen bei Sony Pictures zu erfüllen. Ist damit „28 Years Later 3“ in Gefahr? Das wäre schade, denn Chi Lewis-Parry hat einen ganz bestimmten Wunsch:
„28 Years Later: The Bone Temple“ kommt sehr gut an beim Publikum
– Achtung: es folgt ein Spoiler zu „28 Years Later: The Bone Temple“ –
Überraschend kommt der schwache Start jedenfalls nicht. Man könnte sogar sagen, dass es eine Bruchlandung mit Ansage ist, denn die überaus negative Resonanz der Fans auf „28 Years Later“ war mehr als deutlich zu spüren. Auf Rotten Tomatoes hält der Horrorfilm eine Publikumswertung von 63 % gegenüber 88 % bei den Kritiken.
Diese Fans blieben der Fortsetzung nun fern, obwohl diese weitaus besser ankommt. CaCostas Beitrag hält zum Zeitpunkt eine hervorragende Wertung von 89 %, was nur unwesentlich unter den 93 % bei den Kritiken liegt. Dazu gibt es vom Kinopublikum einen sehr guten CinemaScore A-.
Interessante Randnotiz: Autor Alex Garland geht mit „28 Years Later: The Bone Temple“ den gleichen Weg wie das von ihm gefeierte „The Last of Us“ und zeigt, dass der Mensch – nach Jahrzehnten der schmerzvollen Anpassung – wieder das gefährlichste Wesen auf der Welt ist. Diese Konsequenz wurde bereits in „28 Years Later“ angedeutet und dürfte im abschließenden Teil ebenfalls im Fokus stehen.
„28 Years Later 3“ hat zur Überraschung aller bereits grünes Licht erhalten und wird Cillian Murphys Jim nach 24 Jahren zurückbringen. Schon in DaCostas Film taucht er am Ende für einen Cameo-Auftritt auf. Allerdings steht nun ein großes Fragezeichen vor der Produktion. Wird das Budget gekürzt? Muss dafür das Drehbuch angepasst werden? Oder überlegt es sich Sony Pictures anders und beendet das Experiment „Die Gesellschaftsordnung nach einem katastrophalen Ereignis“?
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