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Einige Leute kennen ihn aus einem Bond-Abenteuer, manche aus einem Sci-Fi-Klassiker. Hätte er diese zwei Rollen nicht abgelehnt, wäre er ein Weltstar.
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Der Gedanke, dass jemand anderes als Patrick Stewart die Rolle von Jean-Luc Picard in „Star Trek: The Next Generation“ hätte übernehmen können, wirkt heute fast unvorstellbar. Dennoch gab es vor der Besetzung Stewarts mehrere bekannte Namen, die für den Captain der USS Enterprise-D in Betracht gezogen wurden.
Zu ihnen zählte auch Yaphet Kotto, der vor allem durch seine Auftritte in „Alien“ und dem Bond-Film „Leben und sterben lassen“ als feste Größe im Science-Fiction- und Thrillerkino galt. Kotto erklärte später, warum er die Rolle ablehnte. Gegenüber der Zeitschrift Big Issue sagte er:
„Ich glaube, ich habe in meinem Leben ein paar falsche Entscheidungen getroffen, Mann. Ich hätte das machen sollen, aber ich habe es abgelehnt. Wenn man Filme dreht, neigt man dazu, zum Fernsehen Nein zu sagen. Es ist so, als wärst du im College und jemand fragt dich, ob du auf den Highschool-Ball gehen willst. Du sagst Nein.“
Seine Entscheidung stand damit exemplarisch für die damalige Trennung zwischen Kino- und Fernsehkarrieren, bei der TV-Serien oft als weniger prestigeträchtig galten. Neben Kotto waren auch Mitchell Ryan, Patrick Bauchau und Roy Thinnes zeitweise im Gespräch, bevor Stewart schließlich die Rolle bekam.
Ihr fragt euch, wie sehr sich „Star Trek“ in den letzten sechs Jahrzehnten verändert hat? In unserem Video könnt ihr euch jenen Wandel anschauen:
Diese Rollen lehnte Yaphet Kotto ab
Nicht nur bei „Star Trek“ schlug Kotto große Chancen aus. Auch im „Star Wars“-Universum hätte er beinahe eine zentrale Figur gespielt. Vielen Science-Fiction-Fans ist er als Parker aus Ridley Scotts Film „Alien“ bekannt, in dem er als Chefingenieur des Raumschiffs Nostromo auf den Xenomorph trifft. Diese Rolle war nach eigenen Angaben einer der Gründe, warum er später ein Angebot für „Star Wars“ ablehnte. Im Interview mit Nerdist schilderte er:
„Irvin Kershner sprach mich während des Mittagessens in Pinewood an und wir redeten darüber. Ich sagte ihm, erstens, ich hatte mein Wort gegeben, ‚Brubaker‘ in Ohio zu drehen und ich wollte nicht zusagen und es dann nicht einhalten.“
Er fügte hinzu, dass er im Nachhinein froh über diese Ausrede gewesen sei, weil er Angst gehabt habe, auf einen bestimmten Rollentyp festgelegt zu werden:
„Ich hatte die Befürchtung, dass es vorbei wäre, wenn ich von ‚Alien‘ zu ‚Star Wars‘ gehen würde. Dann würden sie sagen: ‚Oh, er ist dieser Weltraum-Abenteuer-Typ.‘ Und wenn es einen Film über einen Polizisten oder ein Gefängnis gäbe, hieße es: ‚Nein, nein.‘ Man wird typisiert.“
Im selben Interview machte Kotto außerdem deutlich, dass er sogar für die Rolle des Han Solo im Gespräch gewesen sei, bevor Harrison Ford besetzt wurde. Nach seinen Worten habe das Studio Fox keinen Schwarzen Schauspieler in einer so prominenten Rolle gewollt, während George Lucas selbst offen dafür gewesen sei, ihm die Figur anzuvertrauen.
Wenn ihr euch Yaphet Kottos Auftritt als Schurke in „James Bond: Leben und sterben lassen“ oder als Raumfahrer in „Alien“ ansehen möchtet, könnt ihr beide Filme mit dem Entertainment-Plus-Paket von Sky streamen.
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