„The Rip“: Die wahre Geschichte hinter dem Netflix-Thriller

„The Rip“: Die wahre Geschichte hinter dem Netflix-Thriller

Ein echter Millionenfund, korrupte Cops und eine tragische Familiengeschichte: Hinter „The Rip“ steckt mehr wahre Geschichte, als viele denken.

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Mit „The Rip“ landete Netflix Anfang 2026 einen großen Streaming-Erfolg. Hinter dem Thriller steckt tatsächlich eine reale Geschichte. Die Handlung orientiert sich lose an einem spektakulären Polizeieinsatz aus Miami im Jahr 2016. Damals fanden Ermittler*innen bei einer Razzia Millionenbeträge in versteckten Räumen eines Hauses – insgesamt rund 24 Millionen Dollar Bargeld.

Der Einsatz gilt bis heute als eine der größten Bargeldbeschlagnahmungen in der Geschichte von Miami-Dade, dem County im Bundesstaat Florida. Große Teile des Geldes lagen in versiegelten Paketen in Containern verborgen. Genau diese Bilder lieferten später die Grundlage für den Film.

Neben „The Rip“ hat Netflix dieses Jahr noch weitere Film-Highlights im Angebot. Welche genau, erfahrt ihr in unserem Video.

Die wahre Geschichte zu „The Rip“: So entstand die Idee zum Thriller

Regisseur Joe Carnahan kam durch seinen Freund Chris Casiano auf die Idee für den Thriller. Casiano war damals selbst an dem Einsatz beteiligt und arbeitete später auch als Berater am Film mit.

„Als er mir die Fotos von den Containern zeigte, die sie mit dem Vorschlaghammer aus der Wand gerissen hatten, dachte ich nur: ‚Wow!‘“, sagt er. „Er meinte dann: ‚Dann müssen wir die beschlagnahmte Ware vor Ort zählen.‘ In Wirklichkeit muss man sie zweimal zählen, und er brauchte dafür 42 Stunden. Ich fand das einfach so filmisch… es hatte so viel, was mich faszinierte. Und ich liebe Polizeifilme und das Polizeigenre. Ich dachte: ‚Okay, versuchen wir’s mal.‘“

Joe Carnahan im Interview mit Gold Derby

Vor allem die Bilder der versteckten Geldcontainer und die tagelange Zählung der Millionen hätten ihn laut Carnahan sofort an einen großen Crime-Thriller erinnert. Die Handlung des Films wurde anschließend allerdings deutlich dramatischer und düsterer gestaltet als die echten Ereignisse.

Der Film erzählt eine stark fiktionalisierte Geschichte

In „The Rip“ spielen Matt Damon und Ben Affleck zwei Ermittler, die bei einem Einsatz auf Kartellgeld stoßen und dadurch immer tiefer in Korruption, Gewalt und Misstrauen geraten. Viele dieser Ereignisse sind allerdings frei erfunden. Die echten Vorfälle dienten lediglich als Inspiration für die Grundidee des Films.

Trotzdem sorgt genau dieser Punkt inzwischen für Ärger. Zwei Beamte des Miami-Dade Sheriff’s Office haben Klage gegen die Produktionsfirmen eingereicht. Sie werfen den Verantwortlichen vor, die Filmfiguren seien zu deutlich an reale Personen angelehnt und würden dadurch ihren Ruf schädigen.

Auch die emotionale Familiengeschichte ist real inspiriert

Eine besonders wichtige Rolle spielt im Film die Geschichte um den verstorbenen Sohn von Matt Damons Figur. Ermittler Dane Dumars kämpft dort mit dem Verlust seines Kindes, das an Krebs gestorben ist. Auch dieser Teil hat einen realen Hintergrund: Chris Casianos Sohn Jake William Casiano starb 2021 im Alter von nur elf Jahren an Leukämie.

Carnahan erklärte später, er habe lange gezögert, dieses persönliche Schicksal in den Film einzubauen. Gemeinsam mit Casiano habe man sich letztlich aber bewusst dafür entschieden, um Jake ein dauerhaftes Denkmal zu setzen. Deshalb erscheint sein Name auch prominent im Abspann von „The Rip“.

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