„The Walking Dead“ eifert „Yellowstone“ nach – und das klappt erstaunlich gut

„The Walking Dead“ eifert „Yellowstone“ nach – und das klappt erstaunlich gut

„Daryl Dixon“ gelingt es abermals, eine Neuerung im „The Walking Dead“-Kosmos zu schaffen. Das Spin-off traut sich an einen neuen Look heran.

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Am 8. September 2025 beginnt mit „Daryl Dixon“ Staffel 3 das nächste Kapitel im „The Walking Dead“-Universum. Auf der Suche nach einem Heimweg finden sich Daryl (Norman Reedus) und Carol (Melissa McBride) in einer Welt wieder, die ganz anders ist als alles, was sie bisher kannten – und gleichzeitig einer Hommage ans Neo-Western-Genre gleicht.

Ob der neue Look dem Zombie-Franchise guttut, erfahrt ihr nach dem offiziellen Trailer:

– Die Kritik bildet die Meinung der Autorin ab und nicht zwangsweise die aller kino.de-Redakteur*innen –

„Daryl Dixon“ besinnt sich auf alte „The Walking Dead“-Zeiten

In der dritten „Daryl Dixon“-Staffel verschlägt es Daryl und Carol nach Spanien – und das, obwohl sie ihrer Heimat mit der Ankunft in London eigentlich schon deutlich näher waren. Wie es dazu kommt, deutet bereits der obige Trailer an: Es handelt sich um einen weiteren Schiffbruch.

Für meinen Geschmack macht es sich die „The Walking Dead“-Serie hier etwas zu einfach – immerhin startete das Spin-off ursprünglich auf eine ähnliche Weise. Etwas mehr Kreativität hätte aus meiner Sicht nicht schaden können; tut der weiteren Handlung aber auch keinen Abbruch. Denn eines verspreche ich euch: Danach wird es richtig, richtig gut!

Anders als die bisherigen Staffeln zählt die neue nicht nur sechs, sondern sieben Episoden – und die hat die Serie auch dringend nötig, um die Fülle an Erzählsträngen unterzubringen. Mit der Originalserie im Hinterkopf fühle ich mich beinahe in alte „The Walking Dead“-Zeiten zurückversetzt, in denen stets mehrere Geschichten parallel erzählt wurden.

„The Walking Dead“ versucht sich am Western – mit Erfolg

Obwohl sich „Daryl Dixon“ Staffel 3 auf den typischen „TWD“-Charme besinnt, hält der Ableger nicht zu krampfhaft am Original fest. Die neue Story hangelt sich entlang von Ideen und Kulissen, die mich an eine bunte Mischung aus „28 Days Later“, „Die Tribute von Panem“ und „Fluch der Karibik“ erinnern.

Spätestens in Folge 5 nimmt dann der Western-Look richtig an Fahrt auf. Das liegt nicht nur daran, dass eine neue Figur namens Paz (Alexandra Masangkay) den Cowboy-Hut rockt, sondern vornehmlich an einer Mission, für die sich Daryl allein auf einen Roadtrip begibt.

Warme, helle Farben verschmelzen mit der weiten Steppe Spaniens. Würde Daryl auf einem Pferd statt auf dem Motorrad sitzen, bräuchte es beinahe nur noch das „Harmonica Theme“ aus „Spiel mir das Lied vom Tod“, um in den Wilden Westen abzudriften.

In Kombination mit Revierkämpfen, Familienfehden, gefährlichen Bündnissen und verheerenden Raubzügen um Ressourcen folgt „Daryl Dixon“ in den neuen Folgen dem Vorbild von „Yellowstone“ – und das Neo-Western-Genre steht der eigentlichen Horror-Serie überraschend gut.

„Daryl Dixon“ zeigt, warum „The Walking Dead“ weitergehen muss

„Daryl Dixon“ gelingt es mit den neuen Folgen abermals, etwas zu kreieren, das es in dem Zombie-Kosmos noch nicht gegeben hat. Das Spin-off erfindet „The Walking Dead“ nicht neu; das muss es aber auch gar nicht. Der Drahtseilakt, nostalgische Erinnerungen mit neuen Abenteuern zu verbinden, funktioniert hier besser denn je.

Zudem nutzt die Serie wiederholt die Chance, uns in die Gefühlswelt der Charaktere mitzunehmen. War es in der vergangenen Season Carol, die uns ihr tiefstes Inneres offenbarte, erhaschen wir nun einen Blick in die Vergangenheit von Daryl – etwas, worauf ich 15 Jahre lang gewartet habe. Es sind Momente wie diese, die beweisen, dass „Daryl Dixon“ auch nach dem Ende von „The Walking Dead“ eine Daseinsberechtigung hat und Fans neue Einblicke liefern kann.

Wenn ihr euch selbst davon überzeugen wollt, könnt ihr „Daryl Dixon“ Staffel 3 ab dem 8. September 2025 bei MegantaTV streamen. Wöchentlich erwartet uns eine neue von insgesamt sieben Episoden. Wer noch kein Abo hat, kann den Telekom-Streamingdienst bis zu 30 Tage kostenlos testen.

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