Nachdem 1902 die erste technisch erfolgreiche Organtransplantation gelang, sind solche Operationen, ob mit postmortalen oder Lebendorganspenden, inzwischen in vielen deutschen Kliniken Routine.
Die Organspende ist für viele Menschen mit schwerem Organversagen die einzige Chance auf Überleben oder bessere Lebensqualität. Ärzte können aktuell Nieren, Lebern, Herzen, Lungen, Bauchspeicheldrüsen und in seltenen Fällen Därme transplantieren. Meist geschieht die Spende nach dem Tod – wenn die Entscheidung zu Lebzeiten dokumentiert wurde oder Angehörige stellvertretend zustimmen. Bei Nieren und Lebern ist auch eine Lebendspende möglich, etwa zwischen nahen Verwandten oder eng verbundenen Personen – unter strengen Voraussetzungen. Eine Organspende ist in Deutschland in Kliniken mit Intensivstation möglich, in denen der irreversible Hirnfunktionsausfall („Hirntod“) festgestellt werden kann; transplantiert wird das gespendete Organ dann in einem der 43 Transplantationszentren.
Die Karte des Leibniz-Instituts für Länderkunde zeigt diese Transplantationszentren im Jahr 2025 und ihre Transplantationsprogramme. Diese hängen von der verfügbaren Infrastruktur und der Spezialisierung des Personals ab. Die postmortale Spende koordiniert die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) in sieben Organspenderegionen. Die gemeinnützige Stiftung Eurotransplant vermittelt die Organe nach medizinischen Kriterien.
Die ganze Karte noch einmal als PDF-Datei (2,12 MB) gibt es hier.
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