Trump wirft Iran schweren Waffenruhebruch vor

Trump wirft Iran schweren Waffenruhebruch vor

Nach der jüngsten militärischen Eskalation im Irankrieg hat US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung laut einem Medienbericht einen besonders schweren Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Die im April mit Teheran vereinbarte Feuerpause sei die „die am häufigsten gebrochene Waffenruhe in der Geschichte der Welt“, zitierte ein Reporter des US-Senders Fox News Aussagen des Präsidenten aus einem Gespräch mit Trump. Kurz zuvor hatte das US-Militär als Reaktion auf den iranischen Abschuss eines US-Kampfhubschraubers mehrere Ziele in Iran angegriffen.

Irans Streitkräfte attackierten nach eigenen Angaben als Reaktion auf die US-Angriffe im Süden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait.

Trump habe zwar ein Ende der Bombardierungen in Kürze in Aussicht gestellt, berichtete Fox-News-Reporter Trey Yingst auf der Plattform X. Sollte Teheran aber kein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnen, „werden wir sie in Grund und Boden bomben“, drohte Trump demnach.

Schlagabtausch mit Marschflugkörpern und Kamikaze-Drohnen

Dem Republikaner zufolge habe das US-Militär 49 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert und auch Kampfflugzeuge eingesetzt, schrieb Yingst. „Das am nächsten bei Teheran gelegene Ziel befindet sich knapp 65 Kilometer außerhalb der Stadt“, hieß es weiter.

Das US-Militär hatte in der Nacht nach eigenen Angaben auf Trumps Befehl mit neuen Angriffen auf Ziele in Iran begonnen. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen in mehreren Hafenstädten entlang der Südküste.

Als Reaktion darauf verkündete das iranische Militär die komplette Sperrung der Straße von Hormus für jeglichen Schiffsverkehr. Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom dementierte die angebliche Sperrung.

In Bahrain sei zudem das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikaze-Drohnen attackiert worden, hieß es in einer vom staatlichen iranischen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Der Angriff zielte demnach auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot. Irans mächtige Revolutionsgarde, die Elitestreitmacht des Landes, attackierte eigenen Angaben zufolge unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden. Aus Bahrain, Kuwait oder vom US-Militär gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

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