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„Ukraine meldet Tod eines weiteren russischen Kommandeurs“
Die ukrainischen Streitkräfte haben den Tod eines weiteren russischen Kommandeurs vermeldet. Oberst Alexej Scharow sei zwischen Mykolajiw und Mariupol „ausgeschaltet“ worden, teilte ein Vertreter der regionalen Militärverwaltung Odessas am Mittwoch über den Messengerdienst Telegram mit. Überprüfen lassen sich die Angaben nicht.
Scharow führte zuletzt die 810. Russische Marineinfanteriebrigade, die sich an der südlichen Ukrainefront im Einsatz befindet. Während der Annexion der Krim 2014 wurde sie von der russischen Regierung dazu eingesetzt, strategisch wichtige Punkte auf der ukrainischen Halbinsel zu besetzen und in Sewastopol einzumarschieren, wo sie vor Beginn des Überfalls im Februar auch stationiert war.
Den russischen Streitkräften war es im vergangenen Monat im Süden der Ukraine stärker als an anderen Frontabschnitten gelungen, Geländegewinne zu verbuchen. Allerdings waren sie auch hier auf heftigen Widerstand gestoßen. In Mykolajiw ist es den ukrainischen Streitkräften bislang gelungen, sämtliche russischen Durchbruchversuche Richtung der Millionenstadt Odessa abzuweisen. Auch die Großstadt Mariupol am Asowschen Meer wurde bislang trotz massiver Artillerieangriffe von russischen Truppen nicht vollständig eingenommen.
Die russische Seite hat in den vergangenen Wochen bereits eine ganze Reihe ranghoher Offiziere verloren, darunter auch mindestens fünf Generale. Die Zeitschrift „Foreign Policy“ gibt an, dass es sich damit um den höchsten Blutzoll unter russischen Generalen und Generalstabsoffizieren seit dem Zweiten Weltkrieg handelt. Russlands Machthaber Wladimir Putin hat bislang den Tod eines Generals bestätigt.
Die russische Kommandostruktur ist stark hierarchisch geprägt, zudem gibt es Probleme in der Kommunikation untereinander. Beides gilt unter westlichen Fachleuten als Grund dafür, warum russische Generale nah an der Front agieren und damit ein höheres Risiko haben, getötet zu werden.
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